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Betablocker bei KHK-Patienten: Nur bei klarer Indikation, 28.12.2012

In einer Beobachtungsstudie (1) haben Betablocker das kardiovaskuläre Risiko (Herzinfarkt, Schlaganfall) bei Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit nicht reduziert. Beta-Blocker sollten therapieorientiert bei Herzinsuffienz oder auch kurzzeitig nach Herzinfarkt eingesetzt werden. Zur Prävention kardiovaskulärer Krankheiten bei stabilen KHK-Patienten sollten sie nicht ohne klare Indikation verwendet werden. Also bitte keine Betablocker-Mania.
ß-Blocker bleiben Standard in der Nachsorge nach einem Myokardinfarkt (MI). Dennoch bleibt der Benefit von einem ß-Blocker-Gebrauch bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) aber ohne Geschichte eines MI, bei denen mit einem alten MI und bei denen mit nur einem Risikofaktor für KHK unklar. In dieser Studie sollte die Assoziation von ß-Blockergebrauch mit kardiovaskulären Ereignissen bei stabilen Patienten mit einer vorangegangenen Geschichte eines MI, bei denen mit einer KHK, aber ohne stattgehabten MI und bei denen mit nur einem Risikofaktor für KHK untersucht werden. 
Es wurde eine Längschnitts- und Beobachtungsstudie mit Patienten in dem Reduction of Atherothrombosis for Continued Health (REACH)-Register, die in drei Kohorten aufgeteilt worden sind, durchgeführt: bekannter stattgehabter MI (n=14 043), bekannte KHK ohne MI (n=12 012) oder nur mit KHK Risikofaktoren (n=18 653). Für die primäre Analyse wurde das propensity score matching benutzt. Die letzte Datensammlung der Nachbeobachtung fand im April 2009 statt. Der primäre Messpunkt war zusammengesetzt aus kardiovaskulären Todesfällen, nichttödliche MI oder nichttödliche Schlaganfälle. Der sekundäre Messpunkt war der primäre Messpunkt plus die Krankenhauseinweisung für ein atherothrombotisches Ereignis oder eines Revaskularisierungs-Eingriffes. Unter den 44 708 Patienten waren 21 860 in der propensity score matching Analyse eingeschlossen.
Mit einem mittleren Follow-up von 44 Monaten (interquartilen Bereich 35-45 Monate), waren die Ereignisraten nicht signifikant unterschiedlich bei Patienten mit ß-Blockergebrauch verglichen mit denen ohne ß-Blockergebrauch für jegliches untersuchtes outcome, sogar in der stattgehabten MI-Kohorte (respektive 489 [16,93%] vs 532 [18,60%]; HazardRatio [HR] 0,90 [95% Konfidenzintervall 0,79-1,03];p=0,14). In der KHK ohne MI Kohorte waren die assoziierten Ereignisraten nicht signifikant unterschiedlich bei denen mit ß-Blocker Gebrauch für den primären Messpunkt (391 [12,94%] vs ohne ß-Blockergebrauch (405 [13,55%]) (HR 0,92 [95% KI 0,79-1,08];p=0,31), mit höheren Raten für den sekundären Messpunkt (1101 [30,59%] vs 1002 [27,84%]; Odds Ratio [OR] 1,14 [95% KI 1,03-1,27];p=0,01) und für den tertiären Messpunkt der Krankenhauseinweisung (870 [24,17%] vs 773 [21,48%]; OR 1,17 [95%KI 1,04-1,30];p=0,01). In der Kohorte nur mit KHK Risikofaktoren waren die Ereignisraten für den primären Messpunkt mit ß-Blockergebrauch höher (467 [14,22%] vs ohne ß-Blockergebrauch (403 [12,11%]) (HR 1,18 [95%KI 1,02-1,36]; p=0,02), für den sekundären Messpunkt (870 [22,01%] vs 797 [20,17%]; OR 1,12 [95%KI 1,00-1,24]; p=0,04), aber nicht für den tertiären Messpunkt für MI (89 [2,82%] vs 68 [2,00%]; HR 1,36 [95%KI 0,97-1,90]; p=0,08) und Schlaganfall (210 [6,55%] vs 168 [5,12%]; HR 1,22 [95%KI 0,99-1,52]; p=0,06). Dennoch war bei denen mit kürzlich stattgefundenem MI (? 1 Jahr) ein ß-Blockergebrauch mit einer geringeren Inzidenz für den sekundären Messpunkt assoziiert (OR 0,77 [95% KI 0,64-0,92]). 
Fazit: In dieser Beobachtungsstudie mit Patienten mit nur einem Risikofaktor für die koronare Herzkrankheit, mit bekanntem stattgehabtem Myokardinfarkt oder mit einer bekannten koronaren Herzkrankheit ohne Myokardinfarkt ist der Gebrauch von ß-Blockern nicht mit einem geringeren Risiko für zusammengesetzte kardiovaskuläre Ereignisse assoziiert. 
  1. Bangalore S et al. for the REACH Registry Investigators. β-blocker use and clinical outcomes in stable outpatients with and without coronary artery disease. JAMA 2012 Oct 3; 308:1340
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Stand: 25. Mai 2013