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Sollten die Patienten vollen Zugang zu den Notizen ihres Arztes haben? 28.12.2012

In einer quasi-experimentellen Studie hatten viele Patienten häufiger die Untersuchungsnotizen geöffnet, und hatten dabei das Gefühl, ihren Gesundheitszustand besser im Blick zu haben.
Es existieren nur wenige Informationen darüber, was Hausärzte und Patienten erfahren, wenn Patienten eingeladen werden, die Notizen von ihrem Hausarzt lesen zu dürfen. Es sollte die Auswirkung auf Ärzte und Patienten untersucht werden, wenn den Patienten ein Zugang über ein sicheres Internetportal verschafft wird, worüber sie die Notizen lesen können. Es wurde eine quasi-experimentelle Studie mit Hausärzten und freiwilligen Patienten in einem Programm über ein Jahr durchgeführt, worin die Patienten mit elektronischen links Zugriff auf die Notizen ihres Arztes hatten.
Die Studie wurde in Hausarztpraxen am Beth Israel Daeconess Medical Center (BIDMC) in Massachusetts, Geisinger Health System (GHS) in Pennsylvanien und am Harborview Medical Center (HMC) in Washington durchgeführt. Es nahmen 105 Hausärzte und 13 564 von ihren Patienten teil, die mindestens eine vollständige Notiz während des Zeitraums der Intervention vorliegend hatten. Zur Datenerfassung wurde die Anzahl der Verwendung des Portals benutzt und das elektronische Nachrichtenschicken durch den Patienten und es wurden Fragebögen verwendet, die auf die Auffassung der Teilnehmer über das Verhalten, die Vorteile und die negativen Konsequenzen fokussierten.
11 797 von 13 564 Patienten mit vorhandenen Untersuchungsnotizen öffneten mindestens eine Notiz (84% am BIDMC, 92% am GHS und 47% am HMC). Von 5391 Patienten, die mindestens eine Notiz und einen Postintervention-Fragebogen ausgefüllt hatten, berichteten 77% bis 87% innerhalb der drei Standorte, dass das Öffnen der Notizen ihnen geholfen hat, gefühlt mehr Kontrolle über ihre Behandlung zu haben; 60% bis 78% von denen, die Medikamente einnahmen, berichteten über eine erhöhte Medikation-Therapietreue; 26% bis 36% gaben Zweifel über die Einhaltung ihrer Privatsphäre an; 1% bis 8% berichteten, dass die Notizen Verwirrung, Zweifel oder Beleidigungen hervorgerufen haben; und 20% bis 42% sagten, dass sie die Notizen mit anderen geteilt haben. Die Menge an elektronischen Nachrichten von Patienten veränderte sich nicht. Nach der Intervention berichteten einige Ärzte über längere Sprechzeiten (0% bis 5%) oder über mehr notwendige Zeit, die für die Beantwortung von Fragen des Patienten außerhalb der Behandlungszeit gebraucht wurde (0% bis 8%), wobei die die Praxisgröße nur einen kleinen Effekt gehabt hat; 3% bis 36% der Ärzte berichteten über eine Veränderung des Dokumentation-Inhaltes und 0% bis 21% sagten, dass sie mehr Zeit zum Notizschreiben verwendet haben. Als Blick in die Zukunft glaubten 59% bis 62% der Patienten, dass sie befähigt werden sollten, Kommentare zu den Notizen ihrer Ärzte hinzufügen zu dürfen. Einer von drei Patienten glaubte, dass es möglich sein sollte, die Notizen verbessern zu können, wozu 85% bis 96% der Ärzte nicht zustimmten. Am Ende des experimentellen Zeitraums wollten 99% der Patienten, dass die offenen Notizen weiterlaufen sollten und kein Arzt wehrte sich dagegen. Limitierend muss angemerkt werden, dass nur drei geographische Areale repräsentiert worden sind und die meisten Teilnehmer Erfahrungen mit der Benutzung von Internetportalen hatten. Die freiwillig teilnehmenden Ärzte und die Patienten, die die Portale benutzten und die Fragebögen vervollständigten könnten dazu tendiert haben, ein vorteilhaftes Feedback zu geben und die Rücklaufquote der Patientenfragebögen (41%) könnte eine weitere Generalisierbarkeit limitieren.
Fazit: Die Patienten haben die Notizen häufig aufgerufen, eine große Mehrheit berichtete über klinisch relevante Vorteile und minimale Bedenken und nahezu alle Patienten wünschten sich, dass das Einsehen der Notizen fortgeführt werden sollte. Da die Ärzte nicht mehr als eine moderate Auswirkung auf ihr Arbeitsleben verspürten, scheint eine großflächige Verbreitung der einsehbaren Notizen wert zu sein.
  1. Delbanco T et al. Inviting patients to read their doctors' notes: A quasi-experimental study and a look ahead. Ann Intern Med 2012 Oct 2; 157:461
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Stand: 25. Mai 2013