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Benzodiazepine und Demenz-Risiko, 02.01.2013

Aktuelle Studie (1): Neue Einleitung einer Therapie mit Benzodiazepinen erhöhte bei älteren Menschen das Risiko für die Entwicklung einer Demenz um etwa 60%. Die Kausalität ist aber nicht automatisch gegeben, da die Patienten mit nicht-diagnostizierter Frühdemenz oft wegen Schlaflosigkeit, Unruhe und Ängste Benzodiazepine verschrieben bekommen. Des Weiteren können die Benzodiazepine möglicherweise die Schwelle erniedrigen, ab der eine Demenerkrankung klinisch erst sichtbar wird. 
Ziel der Studie war es, im Rahmen der in Frankreich durchgeführten PAQUID Studie den Zusammenhang zwischen der Nutzung von Benzodiazepinen und der Inzidenz von Demenz zu evaluieren (Zur Erklärung: PAQUID ist eine seit 1988 laufende epidemiologische Kohortenstudie, welche den Zusammenhang verschiedener Umwelt, - Verhaltens, - und Sozialenflüsse auf eine vermehrtes Auftreten von Demenz und Alzheimererkrankungen untersucht). Insgesamt nahmen 1063 Männer und Frauen (mittleres Alter 78.2 Jahre) an der Studie teil. Es wurden ausschließlich Personen untersucht, welche keine Demenzsymptome aufwiesen und nicht vor dem dritten Jahr des Follow-ups Benzodiazepine eingenommen haben. Als Endpunkt galt die Inzidenz von Demenz, welche durch einen Neurologen festgestellt worden sein musste. 
Während des 15 jährigen Follow-ups wurden 253 Demenzfälle in der Kohorte festgestellt, wobei die Einnahme von Benzodiazepinen mit einem erhöhten Demenz Risiko assoziiert war (multivariable bereinigte Hazard Ratio von 1.60, 95%iges Konfidenzintervall, 1.08 bis 2.38). Auch zeigte eine Sensitivitätsanalyse hinsichtlich dem vorliegen von depressiven Symptomen einen ähnlichen Zusammenhang (HR 1.62, KI 1.08 bis 2.43). In einer zweiten Analyse wurden Kohorten von Studienteilnehmern zusammengefasst, welche Benzodiazepine während des Follow-ups konsumiert haben. Es Dabei ergab die Hazard Ratio einen Wert von 1.46. In einer komplementären verbundenen Fall-Kontroll Studie wies der Konsum von Benzodiazepinen allgemein eine ca. 50%ig erhöhtes Risiko für eine Demenz auf (bereinigte Odds Ratio 1.55, 1.25 bis 1.95). Die Resultate fielen für ehemalige Konsumenten und für Teilnehmern, welche er seit kurzem Benzodiazepine konsumieren, ähnlich aus (Odds Ratio von 1.56 bzw. 1.48). Signifikant waren die Kennzahlen jedoch lediglich für ehemalige Konsumenten. 
Fazit: In dieser prospektiven Studie welche auf Bevölkerungsdaten basiert, ergab sich für den Neukonsum von Benzodiazepinen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Demenz.
Die Resultate waren in einer gepoolten Analyse über die Kohorten hinweg aussagekräftig sowohl in dieser Studie als auch einer komplementären Fall-Kontroll Studie. Hinsichtlich des Ausmaßes, in dem Benzodiazepine verschrieben werden und der Anzahl an potentielle nachteiligen Effektivern dieser Arzneimittelklasse für die allgemeine Bevölkerung, sollte einem willkürlichen und weit verbreiteten Gebrauch von offizieller Seite gewarnt werden.
  1. de Gage SB et al. Benzodiazepine use and risk of dementia: Prospective population based study. BMJ 2012 Sep 27; 345:e6231
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Stand: 25. Mai 2013