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Krankenhaus-Entlassung: Fehler bei der Medikamenten-Umstellung in der Hausarztpraxis, 02.01.2013

Aktuelle Studie (1): Viele Medikamenten-Änderungen nach Entlassung, die schwere Komplikationen verursachen können, sind oft ungewollt und aus Versehen, Patienten merken diese aufgrund der fehlenden Aufklärung oft nicht selber. Patienten-Aufklärung ist auch in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Des Weiteren könnten entsprechenden EDV-Programme mit Schnittstellen zwischen Krankenhäusern und Arztrpaxen die Fehleranfälligkeit ebenfalls reduzieren.
Neu auftretende Nebenwirkungen verursacht durch Arzneimittel nach einer Krankenhausentlassung sind weit verbreitet und häufig schwerwiegend. Die Ursache solcher Vorfälle kann sowohl eine mangelhafte Aufklärung seitens des Behandelnden, als auch Missverständnisse seitens des Patienten sein.
Ziel der prospektiven Kohortenstudie war es, das Vorliegen von Fehlern beim Medikationsabgleich und dabei auftretende Missverständnisse seitens des Patienten bei Entlassungsmedikation zu bestimmen. Dabei wurden insgesamt 377 Patienten die älter als 64 Jahre als sind und entweder mit einem Herzfehler, einem akuten koronaren Syndrom, oder einer Pneumonie nach Hause entlassen wurden.
Die Richtigkeit des Medikationsabgleichs überprüften die Autoren durch das Vergleichen von der individuell verschriebenen Medikation bei Aufnahe und Entlassung sowie der Überprüfung der Medikamentenkurve um Diskrepanzen nachzuvollziehen. Veränderungen in der Medikation, für welche sich kein medizinischer Grund finden rekonstruieren ließ, wurden als potentielle Behandlungsfehler klassifiziert. Des Weiteren untersuchten die Autoren die Kenntnis der Patienten über den Medikationsgleich in den Fällen, wo dieser intendiert war in Form von Interviews nach der Krankenhausentlassung. Das Patientenverständnis wurde dabei entweder als voll, teilweise oder gar nicht vorhanden klassifiziert. Schließlich wurde der Zusammenhang zwischen der Relevanz von verschriebener Medikation für die Primärdiagnose und die Richtigkeit der Grad der Richtigkeit des Medikationsabgleichs geprüft, sowie der Zusammenhang mit dem Grad des Patientenverständnisses über den Medikationsabgleich.
Im Resultat wurde in ca. 22.3% (565/2534) aller Fälle die Medikation bei der Entlassung im Vergleich zu Krankenhausaufnahme neu dosiert oder abgesetzt.
Von diesen wurden 24.2% (137/565) als potentielle Behandlungsfehler eingestuft. Nach Ausschluss dieser Fälle wurde in 69.3% (142/205) der verbleibenden Fälle in denen die Medikation neu dosiert worden war, eine Unkenntnis des Patienten über diese Änderung festgestellt. In den Fällen in denen die Medikation abgesetzt worden war, lag der Anteil bei 81.4% (182/223). Bei Verschreibung eines neuen Arzneimittels bezifferte der Anteil von Patienten, die in den Interviews nach der Entlassung in Unkenntnis über dieser Neuverschreibung waren, 62%.
Zusammenfassend lag in 81.4% (307/565) der Fälle entweder ein Behandlungsfehler vor, oder der Patient war in Unkenntnis von mindestens einer beabsichtigten Umstellung der Medikation. Bei Medikationsabgleichen welche nicht mit der Primärdiagnose zusammenhingen, lag die Wahrscheinlichkeit eines Behandlungsfehler deutlich höher (Odds Ratio 4.56, 95%iges Konfidenzintervall 2.65, 7.85, p-Wert<0.001). Patienten waren ebenfalls signifikant weniger in Kenntnis von Veränderungen in der Medikation, wenn diese nicht mit der Primärdiagnose zusammenhing (OR 2.45, 95%iges KI, 1.68, 3.55, p-Wert<0.001).
Fazit: Sowohl der Medikationsabgleich als auch die Patientenaufklärung erfolgen unzureichend in ältern Patienten nach einer Krankenhausentlassung. Fehler und Missverständnisse kommen häufig bei Veränderungen vor, welche mit der Primärdiagnose nicht unmittelbar zusammenhängen. Bestrebungen diese Missverhältnisse zu verbessern sollten daher nicht krankheitsspezifisch geschehen, sondern es sollte der ganze Patient im Fokus des Behandelnden stehen.
  1. Ziaeian B et al. Medication reconciliation accuracy and patient understanding of intended medication changes on hospital discharge. J Gen Intern Med 2012 Nov; 27:1513
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Stand: 25. Mai 2013