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Tägliche Pause der Sedierung bei beatmeten schwer kranken Patienten, 02.01.2013

Aktuelle Studie (1): Tägliche Unterbrechung der Sedierung während der Beatmung schwerkranker Patienten bringt keine Vorteile, vor allem dann nicht, wenn die Patienten bereits wach sind. 
Protokollierte Sedierung und tägliche Unterbrechung der Sedierung sind zwei Strategien um die Sedierung und Dauer der Beatmung sowie die Aufenthaltsdauer auf einer Intensivstation (ICU – intensive care unit) zu verkürzen. Die Forscher vermuten, dass die Kombination dieser Strategien den Nutzen erhöht.
Es wurde die protokollierte Sedierung (Kontrollgruppe) mit der Kombination aus protokollierter Sedierung und täglicher Unterbrechung der Sedierung (Unterbrechungsgruppe) bei kritisch kranken Patienten verglichen. Dafür wurden in einer kontrollierten randomisierten Studie 430 kritisch kranke, beatmete, erwachsene Patienten aus 16 medizinischen und chirurgischen ICUs in Kanada und den USA von Januar 2008 bis Juli 2011 untersucht. Die Patienten wurden mit kontinuierlich mit Opioid- und/oder Benzodiazepininfusionen sediert und zufällig der Kontrollgruppe (n=209, protokollierte Sedierung) oder der Unterbrechungsgruppe (n=214, protokollierte Sedierung mit täglicher Unterbrechung) zugeordnet. Krankenschwestern nutzten validierten Skalen und titrierten die Infusionen um eine leichte Sedierung zu erreichen. Patienten deren Sedierung täglich unterbrochen wurde, erhielten nach der Unterbrechung, falls indiziert, die Hälfte der vorangegangenen Dosis. Die Patienten wurden anhand der Kriterien Delirium und Bereitschaft zum nicht-assistierten Atmen beurteilt.
Zielparameter stellte die Zeit bis zur erfolgreichen Extubation dar. Sekundäre Parameter waren Aufenthaltsdauer, Dosierung der Sedativa und Opioide, dass unbeabsichtigte Entfernen des Tubus, Delirium sowie die klinische Arbeitsbelastung der Krankenschwestern und Atemtherapeuten (mittels 10 Punkte VAS, visuelle Analog Skala).
Mediane Zeit bis zur erfolgreichen Extubation waren sieben Tage in Kontroll- und Unterbrechungsgruppe (Median (IQR, Interquartilsabstand) 7 [4-13] vs. 7 [3-12]; Hazard Ratio der Unterbrechungsgruppe, 1.08; 95% CI, 0.86-1.35; p=0.52). Dauer des ICU Aufenthalts (Median [IQR], 10 [5-17] Tage vs. 10 [6-20] Tage; p=0.36) und Krankenhausaufenthalt (Median [IQR], 20 [10-36] Tage vs. 20 [10-48] Tage; p=0.42) unterschieden sich nicht zwischen Kontroll- und Unterbrechungsgruppe. Die tägliche Unterbrechung der Sedierung war mit einer höheren mittleren Dosierung von Midazolam (102 mg/d vs. 82 mg/d; p=0.04), Fentanyl (Median [IQR], 550 [50-1850] vs. 260 [0-1400]; p<0.001) und der vermehrten Bolusgabe von Benzodiazepinen (mean (MD, mittlere Absolute Abweichung vom Median), 0.253 vs. 0.177; p=0.007) und Opiaten (mean, 2.18 vs. 1.79; p<0.001) assoziiert. Die Ungewollte Entfernung des Endotrachealtubus trat auf bei 10 von 214 Patienten (4,7%) in der Unterbrechungsgruppe, beziehungsweise 12 von 207 Patienten (5,8%) in der Kontrollgruppe (relatives Risiko, 0.82; 95% CI, 0.36-1.84; p=0.64). Die Häufigkeit eines Deliriums war nicht signifikant unterschiedlich zwischen den beiden Gruppen (53,3% vs. 54.1%; relatives Risiko, 0.98; 95% CI, 0.82-1.17; p=0.83). Die Arbeitsbelastung der Krankenschwestern war in der Unterbrechungsgruppe größer (VAS Score, 4.22 vs. 3.80; mean, 0.41; 95% CI, 0.17-0.66; p=0.001). 
Fazit: Bei beatmeten Erwachsenen die mittels protokollierter Sedierung behandelt werden, reduziert die zusätzliche tägliche Unterbrechung der Sedierung weder die Dauer der Beatmung noch die Aufenthaltsdauer auf einer Intensivstation.
  1. Mehta S et al. Daily sedation interruption in mechanically ventilated critically ill patients cared for with a sedation protocol: A randomized controlled trial. JAMA 2012 Oct 17
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Stand: 25. Mai 2013