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Akuter Schlaganfall: Prähospitale Lysetherapie im STEMO-Rettungswagen, 10.02.2013

Prähospitale Lysetherapie im STEMO-Rettungswagen verkürzte die Zeit bis zum Lyse-Beginn

Die Wirkung von tPA-Lysetherapie bei Patienten mit akutem ischämischen Schlaganfall ist zeitabhängig, die wenigsten Patienten erhalten die Lysetherapie innerhalb des optimalen Zeitfensters von 90min.

Wir hatten 2012 eine Studie aus der saarländischen Uniklinik vorgestellt, die gezeigt hatte, dass die Mobile-Stroke-Unit mit CT und Labor die Einleitung der Lyse-Therapie im Krankenhaus beschleunigte (3). Die Thrombolyse konnte bei mehr als die Hälfte der Patienten innerhalb der ersten Stunde nach Einsetzen der Schlaganfall-Symptomatik eingeleitet werden.

Jetzt überprüfte eine andere Gruppe aus Berlin die Wirksamkeit einer Lysetherapie in der prähospitalen Notfallversorgung (Thrombolyse noch im Rettungswagen) innerhalb einer Pilotstudie. Dafür wurde eigens ein Rettungsfahrzeug (STEMO: stroke emergency mobile unit) konzipiert. Der STEMO-Rettungswagen war neben der allgemeinen Notfall-Ausstattung mit CT-Scanner, Point-of-Care-Labor sowie einer Telemedizin-Verbindung ausgestattet. Die Alarmierung des STEMO-Rettungsfahrzeugs wurde über die Berliner Feuerwehr organisiert.

Hat sich der Aufwand gelohnt, wie waren die Ergebnisse: Von  152 Patienten-Kontakten konnten 77 Patienten in  die Studie aufgenommen werden; Bei 56 wurde ein akuter ischämischer Schlaganfall (AIS) diagnostiziert, von denen wurden 46 Fälle auch im Krankenhaus als AIS bestätigt; 23 von den 56 Patienten mit AIS erhielten eine tPA-Lyse bereits im STEMO-Rettungsfahrzeug.

Die Zeit zwischen Alarmierung  und Therapiebeginn mit tPA_Lyse betrug durchschnittlich 58 Minuten, verglichen mit durchschnittlich 92 Minuten bei Patienten, die eine Lysetherapie erst im Krankenhaus erhalten hatten. Symptomatische intrakranielle Blutung trat bei 2 Patienten (9%). Die Komplikationsrate nach prähospitaler Lysetherapie  war etwa vergleichbar mit den Komplikationsraten in Stroke Units der Krankenhäuser.

Fazit: Die Daten zeigen, dass die prähospitale Versorgung von Schlaganfall-Patienten im STEMO-Rettungswagen machbar ist. Die Ergebnisse der Pilotstudie ergaben keine Hinweise auf kritische Sicherheitsmängel. Die neue Methode mit prähospitaler Lysetherapie reduzierte die Zeit zwischen Alarmierung  und Lyse-Therapiebeginn bei Patienten mit akutem ishämischen Schlaganall.

Weitere Studien mit größeren Fallzahlen müssten überprüfen, ob das kostspielige und aufwendige STEMO-Konzept langfristig das Outcome der Schlaganfall-Patienten im Vergleich zur Standardtherapie verbessert.

  1. Weber JE et al. Prehospital thrombolysis in acute stroke: Results of the PHANTOM-S pilot study. Neurology 2013 Jan 8; 80:163.
  2. Siehe auch: Veröffentlichung des Monats STEMO-Konzept 12/2012
  3. Schlaganfall: Mobile Stroke Unit mit CT und Labor beschleunigt Lyse-Therapie, 11.04.2012
Schlüsselwörter: Akuter Schlaganfall: Prähospitale Lysetherapie, Mobile Stroke Unit, computer-tomographie, CT im Rettungswagen, Labor, Lyse-Therapie, STEMO-Rettungswagen, schnell therapie, hirninfarkt, gehirn-infarkt, bleibende schäden, parese, prognose, tpa-lysetherapie,infektion,

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Stand: 25. Mai 2013