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Können Infizierte Gelenkprothesen gerettet werden? 20.03.2013

Eine große Multicenter Vergleichsstudie zu nicht Methicillin resistenten Staphyllococcus aureus (MSSA) und Methicillin resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) bedingten Entzündungen in der Umgebung von Gelenkprothesen unter Erhaltung des Implantats - Die meisten Gelenkprothesen in der Studie beziehen sich auf Hüft- (Hüft-TEP) und Knie-Prothesen (Knie-TEP) - Die DAIR-Schema zum Implant-Erhalt (Débridement, Antibiotika, Implant-Erhalt) war relativ erfolgreich, jedoch mit Risiken (Mortalität, Bakteriämie) verbunden.

In der Literatur lassen sich mehrere Studien finden, welche die eine gute Prognose der Staphylokokken bedingten Entzündungen nach Implantation einer Gelenkprothese vorhersagen konnten. Die in die Studien beschriebene Therapie besteht aus eine Kombination aus chirurgischer Débridement, Antibiotikagabe und der Erhaltung der Implantats (DAIR). Allerdings werden einige Schlussfolgerungen dieser bisher veröffentlichen Studien weiterhin kontrovers diskutiert. So ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt wenig bezüglich der Effizienz der verschiedenen eingeschätzten Antibiotika bekannt. Zudem ist auch das Wissen über deren unterschiedliche Potenz für eine MRSA Elimination sehr begrenzt.

Bei der vorliegenden Publikation handelte es sich um eine retrospektive Multicenter Beobachtungsstudie über Fälle von prothesenbedingter Entzündung (Prothestic joint infection, PIJ), verursacht durch S. aureus, welche mit dem DAIR-Schema (Débridement, Antibiotics, Implant Retention) in den Jahren 2003-2010 behandelt worden waren. Für die statistische Auswertung wurden Fälle bei welchen eine Persistenz, eine Reinfektion (Rückfall), das Versterben des Patienten, die Anwendung Rettungs-Therapie oder das Entfernen des Implantats vorlag, als Fehler klassifiziert. Die Parameter zur Vorhersage von Fehlern wurde mit den Programmen logistic und Cox Regression berechnet.

Im Ergebnis lag bei 81 von 345 Episoden ein MRSA Befall vor, bei 52 Episoden lag aufgrund einer hämatogenen Streuung eine schlechtere Prognose vor, 88% aller Episoden waren durch einen nicht Methicillin resistenten (MSSA) Stamm verursacht. Der Medianwert der Antibiotika Gabe betrug 93 Tage mit einer vergleichbaren Anzahl an Rifampicin-basierten Kombinationstherapien bei MRSA und MSSA verursachter Entzündung. Als Fehler klassifizierte Fälle lagen statistisch in 45% aller Episoden vor und dies häufig frühzeitig nach erfolgter Débridement. Der Medianwert der Überlebenszeit lag bei 1257 Tagen. Es lag insgesamt kein prognostischer Unterschied zwischen MSSA und MRSA bedingten Entzündungen vor, jedoch lag eine höhere Inzidenz von Fehlern während der Behandlungszeit bei den MRSA Episoden vor (Hazard Ratio 2.34). Hingegen lag eine höhere Inzidenz von Fehlern im Anschluss an die Behandlung bei Episoden mit MSSA Befall vor. Rifampicin-basierte Kombinationen wiesen einen unabhängigen protektiven Effekt auf. Weitere unabhängige Prädiktoren des Ergebnisses waren polymikrobielle, inflammatorische und bakteriämische Infektionen bei welchen mehr als eine chirurgische Débridement durchgeführt wurde, sowie eine Anwendung von immunsuppressiver Therapie und der Austausch von entfernbaren Komponenten der verwendeten Gelenkprothesen.

Fazit: Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich nach den Autoren um die bisher umfangreichste Studie, welche die Effizienz einer S. aureus Behandlung mittels des DAIR-Schemas untersucht hat. Die Erfolgsrate betrug 55%. Die Verwendung von Rifampicin hat möglicherweise zur Homogenisierung der Prognose für MSSA und MRSA bedingte Entzündungen nach Gelenksprothesen Implantation beigetragen, wobei möglicherweise die unterschiedlichen Rifampicin Kombinationen die verwendet wurden, auch verschiedene Effekte gehabt haben können.

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Stand: 25. Mai 2013