Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Prophylaktische Gabe von Opiodantagonist Naloxon an Heroin-Konsumenten zur Vermeidung von Überdosis-Mortalität, 20.03.2013

In den USA sterben etwa 10-20% der Heroin-Konsumenten an Überdosis. Eine aktuelle Studie untersuchte die Kosteneffektivität der kostenlosen Verteilung des Opiodantagonisten Naloxon an Heroinkonsumenten zur Abwendung von Überdosen. Die Ergebnisse zeigten, dass Verteilung von Naloxon an Heroin-Konsumenten überdosisbedingte Todesfälle reduzieren könnte, und zudem kosteneffektiv ist.

Ziel der Studie war es, die Kosteneffektivität der kostenfreien Verteilung des Opioidantagonisten Naloxon an Heroinkonsumenten zu untersuchen, welche dieses zur privaten Anwendung im Falle einer Überdosierung nutzen können. 

Bei dem Studiendesign handelte es sich um ein integriertes statistisches Markov- und Entscheidungsanalyse Model, welches sich schließender und wahrscheinlichkeitsbasierter Statistikanalysen bediente. Es berücksichtige zudem wiederholte Überdosierungen und eine zweite Analyse die davon ausging, dass Heroinkonsumenten Nettokosten für die Gesellschaft verursachten. Als Datenquelle diente publizierte Literatur welche zu epidemiologische Daten zusammengefasst wurde. Hypothetische Zielpopulation der Szenarioanalyse waren 21-jährige Heroinkonsumenten, welche kürzlich erst mit dem Konsum angefangen hatten, sowie erfahrene Konsumenten als Vergleichsgruppe. Als Intervention in der Simulation diente die Verteilung von Naloxon an die Konsumenten zwecks einer nichtprofessionellen Anwendung durch die Konsumenten selbst bei bemerkter Überdosierung. Ergebnismesswerte bestanden aus der Anzahl an verhinderten überdosisbedingten Todesfällen sowie aus dem inkrementellen Kosteneffektivitäts-Verhältnis (incremental cost-effectiveness ratio, ICER).

Im Ergebnis der Wahrscheinlichkeitsanalyse des Ausgangsfalls wurde eine Reduktion von 6% an überdosisbedingten Todesfällen berichtet. Mit jedem 227 verteiltem Naloxon Präparat hätte ein Todesfall verhindert werden können (95 %iges Konfidenzintervall, 71 bis 716 Stück). Die Verteilung von Naloxon erhöhte die Kosten um 53 US$ (KI, 3 bis 156 US$) und qualitätskorrigierte Lebensjahre um 0.119 (0.017 bis 0.378 Jahre) bei einem inkrementellen Kosteneffektivitätsverhältnis von 438 US$ (KI, 48 bis 1706 US$). Sowohl in den schließenden als auch wahrscheinlichkeitsbasierten Sensitivitäts- und Szenarioanalysen erwies sich die simulierte Verteilung von Naloxon als kosteneffektiv. Auch erwies sich Naloxon als kostenreduzierend solange es überdosisbedingte Todesfälle und intensivmedizinische Behandlungen reduzierte. In einem „worst-case-scenario", in welchem eine Überdosis nur sehr selten beobachtet wurde, Naloxon nur selten benutzt wurde, sowie dieses als minimal kosteneffektiv und kostenintensiv simuliert wurde, ergab sich ein inkrementelle Kosteneffektivität Verhältnis (ICER) von 14 000 US$. Für den Fall dass drogenassoziierte Aufwendungen ebenfalls in der Analyse berücksichtigt wurden, betrug der ICER 2 429 US$. Einschränkend muss bemerkt werden, dass die begrenzten Quellen für kontrollierte Daten statistisch zu relativ weitspannigen Konfidenzintervallen geführt haben.

Fazit: Die Verteilung von Naloxon an Heroinkonsumenten führt sehr wahrscheinlich zu einer Reduzierung von überdosisbedingten Todesfällen und ist zudem für das Gesundheitssystem kosteneffektiv. Die Kosteneffektivität ist statistisch auch unter ausgesprochen konservativ ausgelegten Testkriterien weiterhin gegeben.

Schlüsselwörter: Naloxon- Prophylaxe, todesfälle, goldene spritze, polytoxikomanie, nemexin, Heroin-Konsument junkies, Überdosis-Sterblichkeit,, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

 

 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013