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Helicobacter pylori Infektion und das Langzeitrisiko für eine Ulcus ventriculi assoziierte Blutung bei Patienten mit Aspirin Einnahme, 21.04.2013

Die Langzeit-Häufigkeit einer rekurrenten ulkusbedingten Blutung bei Aspirin Gabe ist nach einer eradizierten H. pylori Infektion niedrig. Hochrsiko-Patienten (z.B. unter multiple antithrombotische Therapie wie ASS, Clodipogrel, Marcumar) sollten PPI-Prophylaxe unabhängig von der H.Pylori-Status-Eradikation erhalten.

Gegenwärtige Richtlinien empfehlen die Testung auf eine Helicobacter pylori Infektion bei Patienten, welchen dauerhaft Aspirin in niedrigen Dosen (?160 mg/Tag) einnehmen. Allerdings ist derzeit nicht klar ob eine solche Strategie auch Auswirkungen auf das langfristige Risiko einer ulcusbedingten Blutung hat. Die Autoren der gegenwärtigen Studie untersuchten deshalb ob eine Beurteilung des Blutungsrisikos bei Patienten, welche Aspirin in niedrigen Dosen dauerhaft einnehmen, nutzenbringend ist. In einer prospektiven Studie wurden Patienten mit einer verschriebenen Aspirin Dosis von ?160 mg/Tag in 3 verschiedenen Kohortengruppen rekrutiert.

In der ersten Gruppe handelte es sich um H. pylori positive Patienten mit vorliegenden Blutungen bei eradizierter Infektion (n = 249), welche die Aspirin Einnahme nach erfolgter Abheilung des Ulkus und Eradikation der Infektion fortgesetzt hatten. Bei der zweiten Gruppe handelte es sich um H pylori negative Patienten, bei welchen auch aus Zeiträumen vor der Studie kein positives Testergebnis vorlag und welche ebenfalls ulkusbedingte Blutungen hatten (n=118). Sie erhielten magensaftresistentes Aspirin nach Abheilung des Ulkus. In der dritten Kohorte wurden Patienten mit einem durchschnittlich hohen Blutungsrisiko erfasst. Diese hatten erst kürzlich vor Beginn der Studie mit der Aspirin Einnahme angefangen und keine Vorgeschichte eines Ulcus ventriculi aufzuweisen (n = 537). Der primäre Endpunkt war das Auftreten von ulkusbedingten Blutungen bei Aspirin Einnahme innerhalb von 5048 akkumulierten Patientenjahren im Rahmen eines Follow-ups. 

Im Ergebnis bestand kein signifikanter Unterschied in der Inzidenz von Blutungen (per 100 Patientenjahre) zwischen Gruppe 1 und 3, also der Gruppe mit eradizierter H. pylori Infektion (0.97; 95%iges Konfidenzintervall 0.53 – 1.80)und der Gruppe mit einem durchschnittlich hohen Blutungsrisiko (0.66; 95%iges Konfidenzintervall 0.38 – 0.99). Die H. pylori negative Gruppe (2) hatte eine signifikant höhere Inzidenz für rekurrente Blutungen (5.22; 95%iges KI, 3.04 – 8.96 bzw. ein Inzidenzraten Verhältnis von 8.52 im Vergleich zu Gruppe 3, 95%iges KI 4.29-16.95). 

Fazit: Die Langzeit-Häufigkeit einer rekurrenten ulkusbedingten Blutung bei Aspirin Gabe ist nach einer eradizierten H. pylori Infektion als niedrig einzuschätzen. Aspirin Nutzer ohne gegenwärtige oder aus der Vergangenheit bekannte H. pylori Infektion haben hingegen ein hohes Risiko für rekurrente Blutungen, wenn sich diese erst einmal entwickelt hat. Letztlich können künftig Tests auf eine H. pylori Infektion genutzt werden um Patienten mit positiven Testbefunden und regelmäßiger Aspirin Einnahme zu erfassen und entsprechende gastroprotektive, d.h. magenschützende Therapiestrategien anzuwenden

Schlüsselwörter: Helicobacter-pylori-Infektion, aspirin, magenblutung, Ulcus-Blutung unter ASS, antikoagulation, geschwür, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

 

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Stand: 25. Mai 2013