Frei#  Die nichtinvasive, kontinuierliche Messung der regionalen zerebralen Hämoglobin-Sauerstoffsättigung (2) war eine wirksame Untersuchung zur Überwachung der Hirndurchblutung während Wiederbelebeung der Patienten mit Herzstillstand. Höhere Zerebrale-Oximetrie-Werte (Normalwerte zwischen 60-80%) zeigten die Patienten mit einer Wiederherstellung der spontanen Zirkulation an, während Werte <30% eher auf Nicht-Überleben deuteten.

Hintergrund: Nichtinvasives Monitoring der zerebralen Perfusion und der Sauerstoffversorgung während Herzstillstand wird während der Wiederbelebung bei Herzstillstand nicht routinemäßig verwendet. Das Ziel dieser Studie war die Machbarkeit, zerebrale Oxymetrie während eines Herzstillstands zu verwenden und die Beziehung zwischen regionaler zerebraler Sauerstoffsättigung (rSO2) mit Wiedereintritt der spontanen Zirkulation (ROSC) in schockbaren (Kammerflimmern/-tachykardie) und nicht schockbaren (Pulslose elektrische Aktivität/Asystolie) Typen des Herzstillstands.

Methoden: Die zerebrale Oxymetrie wurde bei 50 Patienten mit Herzstillstand im Krankenhaus und außerhalb des Krankenhauses angewandt.

Ergebnis: Insgesamt 52% (n=26) erreichten ROSC und 48% (m=24) erreichten nicht ROSC. Es gab einen signifikanten Unterschied, angegeben als durchschnittlich ± Standardabweichung rSO2%, bei Patienten die ROSC erreichten, im Vergleich zu diesen, die sie nicht erreichten (47,2 ± 10,7% vs. 31,7 ± 12,8%, p<0,0001). Diese Differenz wurde während der Asystolie (Median rSo2(Interquartilsabstand) ROSC vs. kein ROSC: 45,0% (35,1-48,8) vs. 24,9% (20,5-23,9), p<0,002) und Pulslose elektrische Aktivität (50,6% (46,7-57,5) vs. 31,6% (18,8-43,3), p=0,02), aber nicht in der Kammerflimmern/-tachykardie-Subgruppe (43,7% (41,1-45,7) vs. 42,8% (34,9-45,0), p=0,63). Des weiteren wurde verzeichnet, dass kein Subjekt mit einer durchschnittlichen rSO2<30% ROSC erreichte.

Schlussfolgerung: Die zerebrale Oxymetrie kann eine Rolle als nichtinvasiver Prädiktor in Echtzeit der ROSC während eines Herzstillstandes haben. Der größte Nutzen der rSO2 um das Auftreten von ROSC zu bestimmen lässt sich eher auf die Untergruppen der Asystolie und pulslosen elektrischen Aktivität anwenden als auf die Untergruppe Kammerflimmern/-tachykardie. Diese Beobachtung kann die unterschiedlichen physiologischen Faktoren bei der Erholung von pulsloser elektrischer Aktivität/Asystolie im Vergleich zu Vorhofflimmern/-tachykardie widerspiegeln. Während bei Vorhofflimmern/-tachykardie die erfolgreiche Defibrillation von höchster Bedeutung ist, ist bei pulsloser elektrischer Aktivität und Asystolie das Erreichen der ROSC wahrscheinlich mehr verbunden mit der Qualität der Sauerstoffversorgung. Des weiteren kann ein dauernd niedriger rSO2<30% trotz optimaler Wiederbelebungsmethoden eine Nutzlosigkeit der Rettungsbemühungen anzeigen.

1-Ahn A et al. A pilot study examining the role of regional cerebral oxygen saturation monitoring as a marker of return of spontaneous circulation in shockable (VF/VT) and non-shockable (PEA/asystole) causes of cardiac arrest. Resuscitation 2013 Aug 14

2-Siehe auch: nichtinvasive zerebrale Oximetrie : nichtinvasive, kontinuierliche Messung der regionalen zerebralen Hämoglobin-Sauerstoffsättigung

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