Frei#  Bei akutem schwerem Sepsis und/oder septischem Schock werden zu Beginn Breitband-Antibiotika empfohlen. Sobald die Kultur-Ergebnisse vorliegen, sollte die Antibiotika-Therapie auf die spezifischen nachgewiesenen Erreger eingeengt werden, um die Antibiotika-Resistenzbildung nicht zu fördern (De-Eskalations-Therapie). Eine aktuelle Studie (1) aus Spanien untersuchte, ob die De-Eskalationstherapie im Verglich zur empirischen Antibiotika-Therapie die Mortalität bei schwerem Sepsis oder septischem Schock reduziert.

Insgesamt 628 Patienten mit schwerem Sepsis oder septischem Schock auf der Intensivstation wurden zunächst empirisch mit Breitband-Antibiotika behandelt. Nach Blutkultur-Ergebnissen mit Bakteriämie erhielten 219 eine De-Eskalation mit spezifischer Antibiotika-Therapie.

Die 90-Tage-Mortalitätsrate war in der De-Eskalations-Gruppe niedriger, die De-Eskalationstherapie wirkte insgesamt schützend für die Patienten (OR 0,54). Der schützende Effekt der De-Eskalationstherapie existierte auch nach Bereinigung der Störfaktoren bei der Analyse.

Fazit: Die De-Eskalationstherapie für Patienten mit schwerem Sepsis und septischem Schock ist eine sichere Therapie-Strategie mit geringerer Sterblichkeit. Diese De-Eskalation-Strategie sollte ein fester Bestandteil der Therapie in dieser Patientengruppe sein.

1-Garnacho-Montero J et al. De-escalation of empirical therapy is associated with lower mortality in patients with severe sepsis and septic shock. Intensive Care Med 2013 Sep 12

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