Frei#  Autoimmune Hepatitis (AIH) kann zu Leberzirrhose, Leberversagen und zum Tod führen.

AIH wird unter anderem mit Glukokortikoiden und Azathioprin behandelt. Eine aktuelle Studie aus Neuseeland hat versucht, Prädiktoren für fortgeschrittene Fibrose, für unzureichende Ansprache auf die initiale Immunsuppression-Therapie, und für schlechte Prognose zu identifizieren.

Insgesamt 133 Patienten mit AIH waren involviert, von denen wiederum 34% bereits eine Leberzirrhose, und 27% eine Leberfibrose im III-Stadium hatten. Patienten wurden etwa 10 Jahre beobachtet, und ihre Daten ausgewertet.

Die Ergebnisse zeigten, dass trotz Therapie inkomplette Normalisierung vom Leberenzym ALT (in Deutschland GPT), niedriger Albumin-Serumspiegel bei der Diagnose-Stellung, sowie Alter <20 oder >60 Jahre signifikante unabhängige Prädiktoren für leberbezogene Mortalität, oder Notwendigkeit einer Lebertransplantation waren. Histologische Leberzirrhose bei der Diagnose-Stellung war nicht mit einem schlechten Outcome assoziiert, beeinflusste auch nicht das Ansprechen auf die initiale immunsuppressive Therapie.

Fazit: Alter, niedriger Albumin-Serumspiegel und unzureichendes Ansprechen auf die Therapie sind Prädiktoren für eine schlechte Prognose bei Patienten bei Autoimmunhepatitis, nicht jedoch der histopathologische Befund. Selbst Patienten mit fortgeschrittener Fibrose könnten von einer umgehend eingeleiteten Therapie profitieren.

 

  1. Predictors of poor outcome in patients with autoimmune hepatitis: A population-based study. Hepatology 2013 May 1
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