Frei#  Mit dem Fortschritt der diagnostischen Methoden wie pulmonale CT-Angiographie werden zunehmend auch kleinere Embolien wie die subsegmentalen pulmonalen Embolien (SSPE) diagnostiziert. Deren klinische Relevanz ist jedoch im Gegensatz zu großen segmentalen proximal lokalisierten Embolien an den großen Pulmonalarterien noch unklar. Eine Studie (1) aus den Niederlanden ging dieser Frage nach.

Die Mediziner analysierten die Ergebnisse von 3728 Patienten mit klinischem Verdacht auf eine Lungenembolie. SSPE-Patienten wurden anschließend gegenüber den Patienten gestellt, die entweder eine proximale Lungenembolie oder keine Lungenembolie hatten. Des Weiteren wurden die Risikofaktoren für Thromboembolien, 3-Monatsrisiko für Thromboembolie-Rezidive und Mortalitäts-Risiko bestimmt.

Lungenembolie wurde bei 748 Patienten bestätigt, von denen hatten 116 (16%) eine SSPE; bei 2980 Patienten wurde eine Lungenembolie ausgeschlossen. Bezüglich der bestimmten Risikofaktoren für Thromboembolie-Risiko, 3-Monats-Thromboembolie-Rezidivrisiko (3.6% vs. 2.5%) und Mortalität (10.7% vs. 6.5%) gab es zwischen den SSPE-Patienten und Patienten mit großen segmentalen Embolien keine signifikante Unterschiede. Alter >60J, kürzlich Operation, Östrogen-Anwendung und männliches Geschlecht waren unabhängige Risikofaktoren für Thromboembolien in beiden Gruppen (HR 3.8).

Fazit: Patienten mit subsegmentalen Lungenembolien haben bezüglich Outcome, Mortalität und Thromboembolie-Risiko ein ähnliches Risikoprofil wie die größere proximal lokalisierte Lungenembolien.

Medknowledge-Anmerkung: Anscheinend dürfen die kleinen klinisch symptomatischen Lungenembolien nicht unterschätzt werden, sie sollten ebenfalls therapeutisch mit Antikoagulanzien behandelt und auch beobachtet werden.

1-Den Exter PL et al. Risk profile and clinical outcome of symptomatic subsegmental acute pulmonary embolism. Blood 2013 Jun 4;

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