Frei#  Von Ärzten werden verschiedene Strategien beim Management der Schilddrüsen-Knoten, die beim Ultraschall festgestellt werden angewandt. Eine aktuelle Studie (1) in der Fachzeitschrift JAMA untersuchte welche Ultraschall-Kriterien mit einem erhöhten Risiko für Schilddrüsenkrebs (SD-Krebs) assoziiert sind, um unnötige Therapien wie Schilddrüsen-Biopsie zu reduzieren.

In der retrospektiven Fall-Kontroll-Studie wurden die Ergebnisse der 11608 Patienten in Kalifornien, die sich einer Schilddrüsen-Sonographie unterzogen hatten analysiert, und mit Schilddrüsenkrebs-Fällen aus dem Patientenregister California Cancer Registry verglichen. Insgesamt 105 Patienten hatten SD-Krebs. SD-Knoten im Ultraschall waren bei SD-Krebspatienten häufig (96.9%), aber auch viele Nicht-SD-Krebs-Patienten hatten SD-Knoten (56.4%). Die folgenden Knoten-Eigenschaften waren mit einem erhöhten Schilddrüsenkrebs-Risiko assoziiert:

Mikroverkalkungen (OR 8.1)

Knotengröße > 2cm (OR 3.6)

Gleichmäßige feste Struktur im Ultraschall-Bild (OR 4.=).

Wenn diese 3 Eigenschaften als Indikation für eine SD-Biopsie-Entscheidung herangezogen worden wären, wären die meisten Schilddrüsenkrebs-Fälle diagnostiziert worden. Bei mindestens 2 Eigenschaften als Voraussetzung für die Biopsie-Indikation der Schilddrüse hätten 90% der Biopsien vermieden werden können. Dabei wäre das Risiko den Schilddrüsenkrebs zu übersehen nicht groß gewesen (5 pro 1000 Patienten mit nicht durchgeführter Biopsie).

Fazit: Verwendung bestimmter Ultraschall-Kriterien während der sonographischen Untersuchung der Schilddrüse könnte zur Identifizierung der Patienten mit einem geringen Risiko für Schilddrüsenkrebs herangezogen werden, um die Zahl der unnötigen Biopsien zu reduzieren. Die Autoren betonen jedoch, dass die Ergebnisse dieser Studie in größeren prospektiven Studien bestätigt werden sollten.

1-Rebecca Smith-Bindman et al: Risk of Thyroid Cancer Based on Thyroid Ultrasound Imaging Characteristics: Results of a Population-Based Study.JAMA Intern Med. Published online August 26, 2013. doi:10.1001

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