Frei#  Eine aktuelle Studie (1) in der Fachzeitschrift Annals of Internal Medicine untersuchte die Mortalität und die dazugehörigen Risiken der Häftlinge nach Gefängnis-Entlassung.

Dafür wurden die Daten von 76.208 Personen, die zwischen 1999 und 2009 in Washington-State in den USA in die Freiheit entlassen wurden. Die Beobachtungszeit der einzelnen Personen betrug etwa 5 Jahre.

Die Gesamt-Mortalität betrug 3 bis 4 mal höher als die der Allgemeinbevölkerung (737 pro 100 000 Personenjahre). Opiate waren bei 14.8% aller Todesfälle involviert. Opiat-Überdosis war die häufigste Todesursache. Und Opiat-Überdosis-Todesfälle unter den früheren Gefangenen bildeten 8.3% der Überdosis-Todesfälle der Erwachsene in Washington in dem gleichen Zeittraum. Frauen waren für Überdosis-Tod besonders gefährdet.

Fazit: Die Autoren rufen für verbesserte Therapie- und Reha-Programme für die früheren Häftlinge nach Gefängnis-Entlassung. Konsum der harten Drogen (wie Heroin) und Überdosis-Tod scheinen ein sehr großes Problem in dieser Population zu sein.

1-Binswanger IA et al. Mortality after prison release: Opioid overdose and other causes of death, risk factors, and time trends from 1999 to 2009. Ann Intern Med 2013 Nov 5; 159:592. 

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