Frei#  Das Sexuell-Hormon Dehydroepiandrosteron (DHEA), welcher im Serum hauptsächlich im Sulfat-Form als DHEA-S vorliegt, ist das im Blut am meisten vorhandene Steroidhormon. DHEA wird in der Nebenniere produziert, und ist die Vorstufe für männliche Hormone um Testosteron (Androgene) und auch für weibliche Hormone (Östrogene). Im Alter fällt der Serumspiegel von DHEA rapide ab. Die bisherigen Daten über die Assoziation zwischen dem DHEA-Serumspiegel und kardiovaskulären Komplikationen ist bisher widersprüchlich.

Eine aktuelle Studie (1) aus Schweden ging der Frage nach, ob niedrige niedrige DHEA-Werte ein Prädiktor für koronare Herzkrankheit (KHK) und cerebrovaskuläre Komplikationen wie Schlaganfall sind.

Die Autoren analysierten die DHEA- und DHEA-S-Werte von 2416 Männern (Alter 69 bis 81 Jahre) aus einer Osteoporose-Studie in Schweden, und beobachteten diese 5 Jahre lang. Die Ergebnisse:

302 Teilnehmer entwickelten in der Beobachtungszeit ein KHK-Ereignis, und 225 hatten eine cerebrovaskuläre Komplikation. Die Analysen zeigten, dass Teilnehmer mit niedrigem DHEA-Wert zu Beginn der Studie ein größeres Risiko für koronare Herzkrankheit hatten, das gilt nicht für zerebrovaskuläre Krankheiten.

Fazit: Die Ergebnisse der Studie ergeben, dass bei älteren Männern eine deutliche Korrelation zwischen den DHEA-Werten im Blut und koronarer Herzkrankheit. Die Resultate liefern jedoch keine Antwort darauf, ob eine DHEA-Substituierung bei Männern mit niedrigen DHEA-Werten das koronare Risiko der einzelnen Patienten bessern würde.

1-Åsa Tivesten et al: Dehydroepiandrosterone and its Sulfate Predict the 5-Year Risk of Coronary Heart Disease Events in Elderly Men. JACC Volume 64, Issue 17, October 28, 2014

2-Low Levels of the DHEA Prohormone Predict Coronary Heart Disease

 

 

 

 

FaceBook  Twitter  

Zusätzliche Informationen