Frei#  Die Legionärskrankheit kann weder klinisch noch radiologisch von anderen Ursachen einer Pneumonie unterschieden werden und erfordert spezifische Tests für eine eindeutige Diagnose. Gegenwärtige Tests erfolgen uneinheitlich und es werden empirische Behandlungsstrategien angewendet, wobei öffentliche Gesundheitsrisiken keine besondere Beachtung finden.

In einer aktuellen Studie (1) wurde daher die Zunahme an diagnostizierten Fällen der Legionärskrankheit nach Einführung einer systematischen PCR-Testing auf Vorhandensein der Krankheitserreger. Die PCR gilt als die sensitivste Methode zur Diagnose einer Legionärskrankheit.

In einem quasi-experimentellen Design wurde die Anzahl von mittels PCR diagnostizierten Fällen mit denen eines gleichlangen Zeitraums (2 Jahre) vor Einführung des Tests verglichen.

Ohne PCR-Test wurden in den Jahren 2008-2010 22 Fälle in dem neuseeländischen Krankehaus diagnostiziert. Nach Einführung eines systematischen PCR Tests wurden für die Jahre 2010-2012 92 Fälle diagnostiziert (5% aller getesteten Fälle, und ca. 11% während der Hauptsaison November bis Januar). Die festgestellte Bakterienlast korrelierte mit dem klinischen Schweregrad der Krankheit.

Fazit: In Neuseeland scheint die Prävalenz der Legionärskrankheit weitaus größer als zuvor klinisch dokumentiert. Ein Routine-Gentest mit PCR liefert die relevanten klinischen Informationen schnell und zuverlässig und ermöglicht somit eine schnelle Diagnose und Therapie der Legionärskrankheit.

1-Murdoch DR et al. Impact of routine systematic polymerase chain reaction testing on case finding for Legionnaires' disease: A pre–post comparison study. Clin Infect Dis 2013 Nov 1; 57:1275.

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