Die Lysetherapie ist fast die einzige effektive Direkt-Therapie des akuten ischämischen Schlaganfalls. Die Wirksamkeit und Sicherheit der Lysetherapie mit Alteplase bei alteren Patienten sowie beim leichten und sehr schwerem Schlaganfall wird jedoch kontrovers diskutiert. Eine aktuelle Meta-Analyse in „Lancet“ ging dieser Frage nach (1).

Patienten mit schwerer Aortenstenose entwickeln oft eine linksventrikuläre Hypertrophie mit diastolischer Funktionsstörung. Zum ventrikulären „Remodeling“ werden bei diesen Patienten ACE-Hemmer oder auch AT-Blocker - ähnlich wie bei der Indikation Herzinsuffienz nach einem Herzinfarkt - eingesetzt.  Die Effekte einer Blockade des Renin-Angiotensin-Systems (RAS) bei Patienten, die wegen einer schweren Aortenstenose operativ einen Aortenklappenersatz erhalten haben, sind jedoch noch unklar. Eine aktuelle US-Studie in "Annals of Internal Medicine" ging dieser Frage nach (1).

Die einflussreichen Fachgesellschaften American Heart Association (AHA) und American College of Cardiology (ACC) haben neue Empfehlungen zum EKG-Screening bei jungen Menschen (von 12 bis 25 Jahren) zur frühzeitiger Diagnose kongenitaler oder genetischer Herzkrankheiten veröffentlicht (1).

Eine aktuelle randomisierte Studie (1) aus Japan untersuchte, ob Low-Dose-ASS täglich die Inzidenz der kardiovaskulären Komplikationen bei älteren japanischen Patienten mit multiplen Arteriosklerose-Risikofaktoren reduziert.

Frei#  Die Fachgesellschaften "European Association for Cardio-Thoracic Surgery" (EACTS) und "European Society of Cardiology" (ESC)" haben ihre Leitlinie zur koronaren Herzkrankheit (KHK) insbesondere im Hinblick wann PCI und wann Herzbypass-Operation aktualisiert.

Frei#  Es ist bekannt, dass gesättigte Fettsäuren ungesund und mehrfach ungesättigte Fettsäuren gesund sind. Insbesondere die Mittelmeer-Diät enthält die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren (wie Gemüse, Salat, Olivenöl, Nüsse, Fisch).

Patienten mit einer stabilen KHK (koronaren Herzkrankheit) erhielten bisher als Standard eine medikamentöse Therapie. Eine aktuelle Studie (1) untersuchte, ob eine perkutane koronare Intervention (PCI) mit einer gleichzeitigen Messung der fraktionellen Flussreserve (FFR) während der Herzkatheter-Angiographie-Untersuchung effektiver ist.

Frei#  Die einflussreichen US-Fachgesellschaften American College of Cardiology (ACC) und American Heart Association (AHA) haben eine neue Leitlinie zur perioperativen Evaluation und Management der Patienten, die sich einer nicht-kardialen Operation unterziehen werden, veröffentlicht.

Frei#  Ticagrelor ist ein direktwirksamer, reversibler Antagonist des thrombozytären P2Y12-Rezeptors (Medknowledge Anmerkung: Die Antagonisation des P2Y12-Rezeptors bewirkt eine Hemmung der Thrombozytenaggregation, also eine verminderte Bildung von Blutgerinnseln. Auf diesen Wirkungsmechanismus basieren außer Ticagrelor auch Medikamente wie Clopidogrel oder Prasugrel; Gegenüber diesen hat Ticagrelor jedoch den Vorteil eines schnelleren Wirkungseintritts, da es nicht metabolisch aktiviert werden muss). Bei Patienten mit einem Myokardinfarkt mit ST-Strecken-Hebung (STEMI) verringert die Verabreichung von Ticagrelor bei Klinikaufnahme die Inzidenz schwerer Herz-Kreislauf-Ereignisse. Eine aktuelle Studie untersuchte ob eine vorstationäre Verabreichung von Ticagrelor, sozusagen im Rettungswagen auf dem Weg in die Klinik, die koronare Reperfusion und das klinische Outcome von STEMI-Patienten verbessern kann.

Minimalinvasive kathetergestützte Eingriffe wurden bisher eher an der Aortenklappe (TAVI/TAVR; 2) durchgeführt. Inzwischen wird TAVI bei Hochrisikopatienten, die sich nicht operieren lassen können, als eine echte therapeutische Alternative angesehen. Aufgrund der schwierigen anatomischen Verhältnisse an der Mitralklappe liegen bisher wenige Daten zu den kathetergestützten Eingriffen an der Mitralklappe. Wir hatten im September 2014 eine Studie über kathetergestützte Mitralklappen-Rekonstruktion mit dem MitraClip-System vorgestellt (2). Was ist aber mit Hochrisiko-Patienten mit Mitralinsuffienz, die sich nicht einer offenen Operation unterziehen können, und auch nicht für eine Mitraklappen-Reparatur in Frage kommen.

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