Frei#  Der präoperative Einsatz von ß-Blockern im Rahmen einer Bypass-OP war in vorrangegangenen Studien mit einer Reduktion der perioperativen Mortalität assoziiert. Dies führte dazu, dass diese Prozedere zum nationalen Qualitätsstandart erhoben wurde. Forscher untersuchten nun in einer weiteren Studie den Effekt der Gabe von Beta-Blockern innerhalb von 24h vor der Operation auf die perioperative Mortalität.

Aktuelle Richtlinien empfehlen einen Koronararterien-Bypass bei einer neuen ausgeprägten Hauptstammstenose (LCA) der linken Koronararterie. Der Stellenwert der perkutanen Koronarintervention (PCI) für die Behandlung der koronaren Herzkrankheit mit ungeschütztem Hauptstamm ist noch unklar (Class IIa Indikation). Eine aktuelle Studie verglich das 5-Jahres Ergebnis beider Eingriffe basierend auf Patientendaten der „Synergy Between PCI With Taxus and Cardiac Surgery" (SYNTAX) Studie, der bisher umfangreichsten klinischen Studie zu diesem Thema.

Frei#  Die Gabe von Aspirin vor und nach nichtkardialen Operationen wird unterschiedlich gehandhabt. Das gilt sowohl für Patienten, die bereits Aspirin einnehmen als auch für die, die noch kein Aspirin regelmäßig einnehmen. Es wurden in einer randomisierten Studie 10 010 Patienten eingeschlossen. Die Patienten erhielten eine nichtkardiale Operation und wiesen Risikofaktoren für vaskuläre Komplikationen auf. Die Patienten erhielten entweder Aspirin oder einen Placebo oder Clonidin oder einen Placebo. Diese vorliegende erste Studie (1) beschreibt die Ergebnisse des Aspirin-Teils. Über die zweite Studie (2) mit Clonidin berichten wir am Ende in Kurzform.

Der Thrombinhemmer Bivalirudin (Angiox) wird zusammen mit GglykoproteinIIb/IIIa-Hemmer bei perkutanen Katheterinterventionen inzwischen als Standard zur antithrombotischen Therapie eingesetzt. Eine aktuelle Studie in "Lancet" verglich Bivalirudin mit unfraktioniertem Heparin bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom, die sich einer perkutanen koronaren Intervention (PCI oft mit Stenting) unterzogen hatten.

Frei#  Die US-amerikanische Fachgesellschaften American College of Cardiology (ACC) und American Heart Association (AHA) haben eine aktuelle Leitlinie zur Diagnose und Therapie der Patienten mit Herzklappen-Krankheiten in der Fachzeitschrift Circulation publiziert.

Frei#  Die Komittee um die Fachgesellschaft "American College of Surgeons" (ACS) hat neue Empfehlungen zum Nicht-Durchführen oder Beenden der Wiederbelebungs-Massnahmen bei Kindern mit traumatischem Out-of-Hospital Herz-Kreislauf-Stillstand.

Frei#  Cut-Of-Werte für "arbitrary units (AU)" als Messeinheit für Kalzifizierung bestimmt mit Hilfe der Multidetektor-Computertomographie könnten helfen, Patienten mit schwerer Aortenstenose zu identifizieren.

Die Behandlung mit Antagonisten des Mineralokortikoidrezeptors (wie z. B. Spironolactone) verbessert die Prognose von Patienten mit Herzinsuffizienz und reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion. Die Autoren einer aktuellen Studie (1) untersuchten die Effekte von Spironolactone bei Patienten mit diastolischer Herzinsuffizienz und erhaltener linksventrikulärer Ejektionsfraktion.

Frei#  Unter der Federführung von American College of Cardiology (ACC) Foundation und American Heart Association (AHA) haben die US-Fachgesellschaften die Herzinsuffienz-Leitlinie von 2005 aktualisiert. Die sehr ausführliche Leitlinie ist im Internet als Volltext in englischer Sprache zugänglich (1).

Bei der Reanimation des Herzstillstands ist Adrenalin ein Standardmedikament, obwohl Unklarheit darüber besteht, wie gut es tatsächlich wirkt. Mit dieser Frage beschäftigte sich in der Vergangenheit eine Vielzahl von Studien, deren Ergebnisse nun in einer Metaanalyse (1) systematisch ausgewertet wurden. Es geht dabei um den Einsatz von Adrenalin in Fällen von kardiopulmonalem Arrest, die sich ambulant, d.h. außerhalb des Krankenhauses ereignen.

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