Frei#  Zusammenhang von reduzierter Kochsalzzunahme und dem Risiko für kardiovaskuläre Krankheiten.

Kürzlich veröffentlichte Studienergebnisse geben Anlass zu der Annahme, dass geringe Kochsalzzufuhr mit kardiovaskulären Gesundheitsrisiken (wie Herzinfarkt) verbunden sein könnte, insbesondere wenn diese weniger 2300mg/Tag beträgt (2).

Diese paradoxen Befunde könnten laut den Autoren einer aktuellen Studie (1) durch Fehlmessungen von Kochsalzkonzentrationen sowie weiteren Fehlerquellen (Bias) zustande gekommen sein.

Die vorliegende Studie wertete Daten einer laufenden Phase I und II Studie aus, welche die Wirkung von Kochsalzreduktion auf Blutdrucksenkung untersucht. Unter den 2275 Teilnehmern ereigneten sich nach bis zu 15 Jahren Follow up 193 kardiovaskuläre, teils tödliche, Vorfälle. Die mediane Kochsalzsekretion betrug 3630mg/Tag.

Ca. 11% aller Teilnehmer wiesen weniger als 2300mg/Tag Kochsalzexkretion auf, und wiesen im Vergleich mit einer in etwa gleichgroßen Gruppe mit 3600-4800mg/Tag in etwa 1/3 (32%) weniger Vorfälle auf (Hazard Ratio =0.68).

Es bestand ein lineares Verhältnis, sodass mit jeden 1000mg/Tag Kochsalzsexkretion die Rate kardiovaskulärer Vorfälle um 17% anstieg. Dieses lineare Verhältnis bestand auch bei Gruppen mit geringerer Kochsalzexkretion (1500-2300mg/Tag). Kreatininwerte hatten keinen signifikanten Einfluss auf diesen Zusammenhang.  

Fazit: Die vorliegenden Ergebnisse belegen, dass eine reduzierte Kochsalzzufuhr das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen senkt. Sie bestätigen geltende Ernährungsrichtlinien, nach denen eine Dosis von 1500 – 2300mg/Tag empfohlen wird.

1-Cook NR et al. Lower levels of sodium intake and reduced cardiovascular risk. Circulation 2014 Jan 10

2-Zu wenig Salz kann das kardiovaskuläre Risiko erhöhen, 2011

 

 

 

 

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