Frei#  Eine unbeabsichtigte arterielle Lage eines zentralen Venenkatheters (ZVK) kann schwerwiegende Folgen haben, wie die Nekrose von Extremitäten. Eine aktuelle prospektive Studie untersuchte ein Verfahren (FLUSH-Test), in dem das Herz sonographisch unterhalb des Schlüsselbeins dargestellt wurde, während der ZVK mit einer speziellen Kochsalzlösung angespült wurde. (Anmerkung: Diese Kochsalzlösung enthält kleine Gasbläschen, die in der Sonographie als Verschattung sichtbar werden. Dadurch kann die Lage beurteilt werden.).

Für die Studie wurden Kinder rekrutiert, die eine kardiale Katheteruntersuchung erhalten haben. Diese Kinder erhielten standardmäßig einen femoral-venösen und einen arteriellen Zugang. Der Kardiologie spülte die Kochsalzlösung manuell in einer randomisierten Sequenz durch jeden Katheter. Der Arzt, der den Ultraschall durchführte, dokumentierte, ob eine Verschattung des rechten Vorhofes stattfand oder nicht.

Bei den 51 in der Studie eingeschlossenen Kindern war die Sensitivität des FLUSH-Tests 100% und die Spezifität 90,3% für die Lagebestimmung des ZVK. In keinem Fall wurde ein arterielles Anspülen als ein intravenöses femorales Anspülen fehlgedeutet.

FAZIT: Der FLUSH-Test ist einfach und zuverlässig und scheint treffsicher die Lage eines zentralen Venenkatheters anzuzeigen.

1- Katheterisierung > Katheteruntersuchung Horowitz R et al. The FLUSH study — Flush the Line and Ultrasound the Heart: Ultrasonographic confirmation of central femoral venous line placement. Ann Emerg Med 2014 Jan 17

 

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