Frei#  Tod des eigenen Kindes ist eine der schlimmsten Erfahrungen, die ein Mensch je machen kann. Eine aktuelle Studie (1) in der Fachzeitschrift American Journal of Epidemiology untersuchte, wie die Eltern, die ihr Kind durch einen Verkehrsunfall verloren hatten, in den nächsten 2 Jahren ihr Trauer bewältigten, und was alles in ihrem Leben danach geändert hat.

Es wurden 1458 Eltern identifiziert, die zwischen 1996 bis 2008 in Manitoba/Kanada ihr Kind durch einen Verkehrsunfall verloren hatten. Sie wurden Eltern aus der Gesamtbevölkerung gegenüber gestellt.

Es wurden die Daten über die letzten 2 Jahre vor und nach dem Kindestod ermittelt: Depressionen, Angststörungen, weitere psychische Krankheiten, Scheidungsrate der Eltern. Das Depressionsrisiko der trauernden Eltern hatte sich in den 2 Jahren nach dem Kindestod verdreifacht. (2,85), das Risiko für Angststörungen nahm ebenfalls zu (1,45).

Verglichen mit den Eltern ohne Kindsverlust hatten die trauernden Eltern signifikant häufiger unter Depressionen, Angststörungen und Ehescheidungen gelitten, sowie häufiger Ärzte wegen psychische Krankheiten besucht. Suchtprobleme oder Suizidales Verhalten nahmen jedoch nicht zu.

Fazit: Eltern, die Ihr Kind durch einen Verkehrsunfall verloren hatten, erlitten in den folgenden zwei Jahren schwere psychische Störungen und Eheprobleme.

Medknowledge-Anmerkung: Die Ergebnisse der Studie unterstreicht nochmals, das was man persönlich beobachtet und gedacht hat. Trotzdem machen sie erneut deutlich, dass die Eltern, ihre Angehörige und Ärzte sich auf eine lange belastende Trauerzeit gefasst machen sollten, in der die Eltern über lange Strecken Unterstützung brauchen.   

1-Bolton JM et al. Parental bereavement after the death of an offspring in a motor vehicle collision: A population-based study. Am J Epidemiol 2014 Jan 15; 179:177

 

 

 

 

 

 

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