Frei#  Die europäische und US-amerikanische Fachgeschallschaft "The European Respiratory Society/American Thoracic Society (ERS/ATS)" haben eine neue sehr ausführliche Leitlinie zur Diagnose und Therapie von Asthma publiziert (1). Die Leitlinie ist im Internet als Volltext in englischer Sprache zugänglich. Da die Leitlinie extrem ausführlich ist und kaum ein Thema weglässt, werden wir lediglich einige Punkte darin kurz vorstellen.

Differentialdiagnose: In der Tabelle-6 (S. 356) werden weitere Krankheiten, die die Ärzte bei Patienten mit Asthmoiden Symptomen ebenfalls daran denken sollten, aufgelistet.

  • Bei Kindern beispielsweise Bronchiolitis, wiederholte Mikro-Aspirationen, Refluxkrankheit, Zystische Fibrose
  • Bei Erwachsenen beispielsweise COPD, Hyperventilation bei Panik-Attacken, Herzinsuffienz, Lungenembolie, Hypersensitivity Pneumonitis.

Komorbiditäten: In der Tabelle-7 (S. 357) werden Begleitkrankheiten vorgestellt, die Asthma verschlimmern können.

  • Beispiele sind Rhinosinusitis, Nasenpolypen, Ängste/Depressionen, Adipositas, Sodbrennen, oder auch bestimmte Medikamente wie NSAID.

Allergisches Asthma: Zur Diagnose können unter Anderem Zahl der Eosinophilen im Sputum verwendet werden. Der Anti-IgE-Antikörper Omalizumab (Xolair) ist eine Therapie-Option bei schwerem persistierendem allergischem Asthma.

1-Chung KF et al. International ERS/ATS guidelines on definition, evaluation and treatment of severe asthma. Eur Respir J 2014 Feb 1;43:343

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