Frei#  Die altbekannte Marcumar hat inzwischen mehrere Alternativen. Die neuen Substanzen Dabigatran (Pradaxa) , Rivaroxaban (Xarelto) , Apixaban (Eliquis) zeichnen sich vor allem durch orale Einnahme und Wegfallen von INR-Kontrollen aus. Ärzte haben jedoch teilweise Bedenken zur Sicherheit der neuen Antikoagulanzien (NOAC) bei älteren Patienten.

Eine aktuelle Meta-Analyse untersuchte die Sicherheit von Dabigatran, Rivaroxaban und Apixaban bei älteren Patienten. Die Autoren analysierten dafür 10 randomisierte Studien, bei denen das Outcome unter den drei Substanzen nach Altersgruppen ermittelt wurde. Die Studien hatten insgesamt 25.031 ältere Patienten (Alter > 75 Jahre) eingeschlossen.

Hier sind die Ergebnisse:

-Das Risiko für schwere Blutungen bei älteren Patienten ist unter neuen und konventionellen Antikoagulanzien ähnlich (OR: 1,0).

-Bei Vorhofflimmern waren die NOACs zur Schlaganfall-Prophylaxe effektiver als Marcumar&Co.

-In Nicht-Vorhofflimmern-Studien zeigten die NOACs ebenfalls ein geringeres Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) und VTE-bezogene Mortalität, verglichen mit konventionellen Antikoagulanzien.

Insgesamt waren alle drei neue Antikoagulanzien (Dabigatran, Rivaroxaban und Apixaban) bei älteren Patienten im Vergleich zu Marcumar&Co. mindestens genauso sicher und effektiv. Die Ergebnisse scheinen ähnlich wie bei jüngeren Patienten zu sein. Hersteller geben keine angepassten Dosis-Empfehlungen für ältere Patienten.

1-Sardar P et al. New oral anticoagulants in elderly adults: Evidence from a meta-analysis of randomized trials. J Am Geriatr Soc 2014 May; 62:857

2-Vorhofflimmern: Neue Antikoagulanzien oder doch Marcumar - Was Tun?, 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

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