Frei#  Auf dem Kongress der europäischen kardiologischen Gesellschaft in Barcelona haben kardiologische Fachgesellschaften ein Positionspapier zur antithrombotischen Therapie bei Patienten mit Vorhofflimmern, die sich mit akutem Koronarsyndrom (AKS) präsentieren, veröffentlicht (1). Wichtige Punkte dabei sind:

-Patienten mit akutem Koronarsyndrom, die unter laufender dualer antithrombotischer Therapie (z.B. ASS plus Clodipogrel) Vorhofflimmern entwickeln, sollen zusätzlich mit einem VKA (Vitamin-K-Antagonisten, z.B. Marcumar) oder auch einem (NOAK; die neuen Antikoagulanzien; Xarelto und Co.) antikoaguliert werden. Eine Tripletherapie, sozusagen.

-Stents bei PCI: Medikamenten-beschichteten Stents (DES) werden vor unbeschichteten Metallstents (BMS- Bare metal stents) Vorzug gegeben.

- Vorhofflimmern und TAVI: Viele Aortenstenose-Patienten haben gleichzeitig ein Vorhofflimmern. Der minimalinvasive katheter-gestützter Klappen-Eingriff (TAVI) sei bei Hochrisiko-Patienten, die sich einer Operation nicht unterziehen können, eine Therapie-Option. Mit dem Katheter-Verfahren konnten in den vergangenen Jahren Erfahrungen gesammelt werden.

  1. Lip et al: Management of antithrombotic therapy in atrial fibrillation patients presenting with acute coronary syndrome and/or undergoing percutaneous coronary or valve interventions: a joint consensus document of the European Society of Cardiology Working Group on Thrombosis, European Heart Rhythm Association (EHRA), European Association of Percutaneous Cardiovascular Interventions (EAPCI) and European Association of Acute Cardiac Care (ACCA) endorsed by the Heart Rhythm Society (HRS) and Asia-Pacific Heart Rhythm Society (APHRS). Eur Heart J ehu298 first published online August 25, 2014 doi:10.1093/eurheartj/ehu298
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