Frei#  Eine aktuelle Studie in "JAMA Internal Medicine" untersuchte die Assoziation zwischen dem Konsum von Nüssen und der Sterblichkeit (1).

Die Autoren haben drei Kohorten aus den USA mit gemischten Vorfahren (71764 Teilnehmer) und Shanghai/China (134?265 Teilnehmer) 5 Jahre lang beobachtet, und die Daten für Nusskonsum und Mortalität analysiert. Weitere Variablen wie Raucherstatus wurden angepasst.

Teilnehmer in dem Quartil mit der höchsten Zufuhr wiesen eine um 17 bis 21 Prozent geringere generelle Mortalität und eine um 23 bis 28 Prozent reduzierte kardiovaskuläre Sterblichkeit auf, als Probanden in dem Quartil mit dem geringsten Erdnuss-Konsum. Das galt unabhängig von Geschlecht, sozialer Schicht und Rasse.

Die Ergebnisse zeigten, dass der Konsum von Nüssen, insbesondere Erdnuss-Konsum mit einer niedrigeren Gesamt- und kardiovaskulären Mortalität assoziiert ist. Teilnehmer mit dem höchsten Konsum hatten im Vergleich zu Teilnehmern mit dem geringsten Konsum eine deutlich niedrigere Gesamt-Mortalität, hauptsächlich bedingt durch die niedrigere Mortalität für Herz-Gefäss-Krankheiten (HR 0.79 vs. 0.83).

Fazit: Die Autoren halten Nusskonsum, z.B. von Erdnüssen, eine kosteneffektive Massnahme, um die Herz-Gesundheit zu verbessern.

Anmerkung: Von Studien weiß man, dass Haselnüsse den HDL-Cholesterin steigern. Vermutlich ist die kardiovaskuläre Schutzwirkung der Nüsse ebenfalls darauf zurückzuführen.

Die Autoren empfehlen aus Kostengründen Erdnüsse, sie sind jedoch in Deutschland oft in gesalzener Form erhältlich, ob sie dann gesünder als die Haselnüsse sind, wäre somit fraglich.

1-Luu et al: Prospective Evaluation of the Association of Nut/Peanut Consumption With Total and Cause-Specific Mortality. JAMA Intern Med. 2015 Mar 2

 

 

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