Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastie) wird im Rahmen der Schönheitschirurgie immer häufiger durchgeführt. Eine aktuelle Studie untersuchte die Risikofaktoren für Komplikationen und Häufigkeit und Art der Komplikationen (1).

Immer häufiger werden für abdominelle Krankheiten laparoskopische Eingriffe anstatt offener chirurgischer Operation verwendet: von laparoskopische Cholezystoktomie bis Appendektomie und Darmkrebs. Bisherige Studien deuten darauf hin, dass laparoskopische Eingriffe von den Patienten besser vertragen werden und zumindest einen ähnlichen Outcome wie nach einer offenen Operation aufweisen. Eine aktuelle randomisierte Studie in "JAMA" untersuchte, ob das auch für Patienten mit Rektumkarzinom gilt, und verglich laparoskopische Resektion mit der offen-chirurgischen Resektion (1).

Frei#  Orales Kontrastmittel (KM) wird bei Abdomen-CT zur Abklärung innerer Verletzungen nach einem stumpfen Trauma oft verwendet. Eine aktuelle Studie (1) in "Annals of Emergency Medicine" untersuchte, ob die Abdomen-CT mit Kontrastmittel bei Kindern nach einem stumpfen Trauma die Diagnose von intraabdominellen Verletzungen im Vergleich zur Abdomen-CT ohne Kontrastmittel signifikant verbesserte (1).

Bei Patienten mit leichter gallensteininduzierten Pankreatitis, kann die Cholezystektomie während desselben Krankenhausaufenthalts möglicherweise von Vorteil sein: Das Risiko wiederkehrender durch Gallensteine verursachter Komplikationen ist vielleicht niedriger als bei der häufiger gewählten Strategie der Cholezystektomie im entzündungsfreien Intervall. Bisher gibt es jedoch nur wenige Evidenzen des Vorteils der Cholezystektomie im selben Krankenhausaufenthalt und Sorgen, das dieses Verfahren das Risiko cholezystektomiebedingter Komplikationen erhöhen könnte.

Aktuelle Studie in "Surgery" zur Inzidenz und die Risikofaktoren für Leistenhernien.

Bei Patienten mit adhäsiver Dünndarmobstruktion (ASBO, adhesive small bowel obstruction) kann eine frühzeitige Operation nach erfolgloser konservativer Therapie den Outcome verbessern. Aufgrund mangelnder klinischer und radiologisch erkennbarer Anzeichen ist eine Entscheidung allerdings schwierig, welche Patienten eine frühzeitige Operation benötigen. In einer aktuellen US-Studie wurden klinische und computertomographisch (CT) ermittelte Prädikatoren bestimmt und der Nutzen gängiger CT-Untersuchungsergebnisse bewertet.

Randomisierte Studie zur operativen Versorgung des Rektumkarzinoms:

Die laparoskopische Resektion eines kolorektalen Karzinoms ist weit verbreitet. Jedoch ist die Studienlage hinsichtlich der Gleichwertigkeit des Verfahrens im Vergleich zur offen-chirurgischen Bauchoperation nicht ausreichend. In dieser Untersuchung wurde der Verlauf über drei Jahre beobachtet. Dabei wurde das Überleben nach der Resektion sowie die Rezidivrate im pelvinen und perinealen (locoregionalen) Areal bewertet.

Frei#  Eine finnische Studie mit 530 Teilnehmern, bei denen eine unkomplizierte akute Appendizitis per CT-Abdomen diagnostiziert wurde, verglich die konservative Vorgehensweise und Antibiotika mit operativer Therapie.

Bei den meisten Patienten mit dislozierter proximaler Humerusfaktur ist nicht klar, ob eine chirurgische Behandlung nötig ist. Diese wird jedoch immer häufiger angewendet. (Medknowledge Anmerkung: proximale Humerusfrakturen sind vor allem bei älteren Patienten sehr häufig; der proximale Humerus ist neben dem proximalen Femur, den Wirbelkörpern und dem distalen Radius eine der typischen Lokalisationen für osteoporotische Frakturen.) Eine aktuelle Studie untersuchte den klinischen Nutzen der operativen vs konservativen Behandlung von Erwachsenen mit dislozierter Fraktur des chirurgischen Halses des Humerus.

Bekanntlich werden initial erhöhte Serumlaktat-Werte mit erhöhter Sterblichkeit bei Trauma-Patienten assoziiert und verleiten die Ärzte oft zum Vorziehen der Interventionen. Eine aktuelle Studie (1) in „American Journal of Emergency Medicine" untersuchte, ob ein vorheriger Alkoholkonsum die Laktat-Werte der Trauma-Patienten beeinflusst.

Zusätzliche Informationen