Eine irische Beobachtungsstudie hatte 2008 gezeigt, dass laparoskopische Peritoneal-Lavage (Heilung mit Kochsalz-Lösung-Spülung ohne Darmresektion) gegenüber der offenen Darmresektion nach Hartmann bei Patienten mit generalisierter Peritonitis durch perforierte Divertikutlitis möglicherweise den Kurzzeit-Outcome bessern kann (2). Eine aktuelle randomisierte Studie verglich beide Verfahren bei Patienten mit akuter perforierter Divertikulitis (1).

Die Perforation der Darmwand während der Koloskopie bleibt nach wie vor eine ernstzunehmendste Komplikation. Meist ist eine sofortige chirurgische Versorgung der Läsion notwendig. In der vorliegenden Studie wurde nun die Machbarkeit und Effektivität des endoskopischen Verschlusses einer Perforation durch alle Wandschichten untersucht.

Die endoskopische Mukosaresektion (EMR) stellt die Standardmethode zur Entfernung grosser Polypen dar. Das Ziel einer aktuellen Studie war es, die Effektivität und Sicherheit der submukosalen Injektion von Polidocanol mit einer Epinephrin-Salinelösung zu vergleichen. Zur Polypektomie wurde eine diathermische Schlinge genutzt.

Frei#  Bisher haben mehrere Studien gezeigt, dass regelmässige Einnahme von ASS oder anderen Nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAID) möglicherweise das Dickdarmkrebs-Risiko reduzieren kann. Eine aktuelle Studie in „Annals of Internal Medicine" untersuchte, ob das auch für Low-Dose-ASS (75mg – 150mg) gilt (1).

Eine aktuelle Studie (1) verglich rückblickend, die diagnostischen Koloskopie-Ergebnisse von 76 extrem alten Patienten (Alter > 90 Jahre) mit 140 alten Patienten (Alter 75 bis 79 Jahre).

Aufgrund der heutigen Ernährungsgewohnheiten, häufigem Einsatz von Schmerztabletten und Stress leiden viele Menschen an einem Magengeschwür. Wird dieses nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann es zu einer lebensbedrohlichen Ulkusblutung kommen. In der Diagnostik und Therapie dieser Blutung spielt die Endoskopie eine Hauptrolle. Seit mehr als 40 Jahren orientieren sich Endoskopeure hinsichtlich der Risikoeinschätzung und Blutstillung an der Beschaffenheit des Ulcus. Bisher nutzte jedoch keiner den arteriellen Blutfluss, um die Outcomes zu bestimmen. Für diese Studie wandten Ärzte bei Patienten mit schwerer Magenulcusblutung ein dopplerendoskopisches Verfahren an. Hierbei wird durch eine Kombination aus Endoskop und Ultraschall der Blutfluss in den betroffenen Gefäßen bestimmt.

Obstipation ist eine häufige und ernstzunehmende Nebenwirkung der oralen Opioide (Morphin und Co., oft zur Schmerztherapie). Daher empfehlen die meisten Leitlinien beim Beginn einer Opioid-Therapie gleichzeitige Anordnung von Laxantien. Eine aktuelle US-Studie in "Annals of Emergency Medicine" untersuchte, wie oft Laxantien zur Obstipation-Vorbeugung beim Start einer Opioid-Therapie in der Notaufnahme verschrieben werden.

Prävalenz und Malignität der flachen Adenome im Vergleich zu Polyp-artigen Adenomen ist noch unklar. Eine aktuelle Studie in "Gastrointestinal Endoscopy" untersuchte diese Fragestellung (1).

Die digital-rektale Untersuchung ist eine einfache klinische Methode, um die Funktion vom muskulären Sphinkter, bei Stuhlinkontinenz zu diagnostizieren. Die hochauflösende anorektale Manometrie gilt für diese Fragestellung, als die genauere Methode. Es liegen bisher jedoch keine vergleichenden Daten dieser beiden Untersuchungen. Eine aktuelle Studie in "American Journal of Gastroenterology" verglich die beiden Untersuchungen bei Patienten mit chronischer Verstopfung und Stuhlinkontinenz (1).

Familiäre Vorbelastung gilt als Risikofaktor für Dickdarmkrebs. Besonders gefährdet sind in der Regel die Geschwister und Kinder der Krebspatienten. Denen wird früher als sonst, und nicht erst ab 50 Jahren, die Teilnahme an Dickdarm-Früherkennungsprogrammen empfohlen. Bisher ist jedoch wenig bekannt, wie das Risiko aufgrund der Familienvorgeschichte ändert, wenn die Menschen älter werden. Eine aktuelle Studie in „Gastroenterology" ging dieser Frage nach.

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