Bei stationären Patienten die an Leberzirrhose erkrankt sind, ist insgesamt ein erhöhtes Risiko für Stürze. Der oft schlechte Zustand der Patienten, unter anderem das Vorhandensein von hepatischer Enzephalopathie, niedrigem Blutdruck (Volumen-Verteilung, oft Beta-Blocker-Therapie) und die Polymedikation sind dafür mögliche Gründe. Eine aktuelle Studie (1) untersuchte die spezifischen Risikofaktoren für das Sturzrisiko der Leberzirrhose-Patienten.

Eine frühere Einzelcenterstudie zeigte, dass die Elektrostimulation des unteren Ösophagussphinkters (LES - EST) bei Patienten mit gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD) die Beschwerden lindert und die Säureexposition in der Speiseröhre reduziert. Daher untersuchte eine aktuelle internationale Multicenterstudie die Sicherheit und Wirksamkeit der LES-EST bei Patienten mit GERD, welche nur teilweise auf die übliche Behandlung mit Protonenpumpenhemmern (PPI) ansprachen.

Die Stimulierung des Nervus tibialis durch die Haut (PTNS) ist eine neue ambulante Therapie, bei Stuhlinkontinenz. Über eine Elektrode am Unterschenkel wird der Nervus tibialis gereizt und so indirekt der Schließmuskel verbessert. Hierbei macht man sich die Tatsache zu Nutzen, dass der Nervus tibialis, aus den gleichen Neuroforamina entspringt, die für die Innervierung des Rektums verantwortlich sind.

Es gibt wenige Daten über Helicobacter-pylori-Infektion in Entwicklungsländern. Eine Studie untersuchte Prävalenz und Risikofaktoren für Helicobacter-pylori-Infektion bei asymptomatischen Kindern in China.

Scoresysteme werden zur Evaluierung des oberen gastrointestinalen Blutungsrisikos eingesetzt, um zu entscheiden ob eine akute Endoskopie und endoskopische Therapie notwendig ist. Eine aktuelle Studie verglich die Aussagekraft von drei Scores (Glasgow-Blatchford Score [GBS], Rockall pre-endoscopy score [pre-RS], und Rockall post-endoscopy score [RS]) bei Patienten mit nicht-varikösen oberen akuten gastrointestinalen Blutungen. Im Nachtrag stellen wir zwei weitere aktuelle Studien im September und November 2015, die ebenfalls verschiedene Scores (unter Anderem die neue  AIMS65-Score) bezüglich deren Aussagefähigkeit über die Notwendigkeit therapeutischer Interventionen, der Intensivstation-Aufnahme und Mortalität bei oberen akuten GI-Blutungen verglich.)

Es gibt unterschiedliche Berichte über die Mortalität nach operativer Darmresektion bei chronisch entzündlichen Darmkrankheiten (CED; Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa). Eine systematische Übersicht und Meta-Analyse untersuchte die postoperative Sterblichkeit nach Darmoperation der CED-Patienten (1).

Serratiertes Polyposis-Syndrom (SPS) ist bekanntlich mit einem erhöhten Dickdarmkrebs-Risiko assoziiert. Patienten mit SPS wird eine engmaschige endoskopische Überwachung empfohlen, wenn auch das Ausmaß des Risikos noch unklar ist. Eine aktuelle Multicenter-Studie in „Gut" untersuchte das Krebsrisiko bei SPS-Patienten, und klinisch-pathologische Prädiktoren für kolorektales Karzinom.

Frei#  Multinationale gastroenterologische Fachgesellschaften haben während des Kyoto-Treffens in Japan das internationale Klassifikationssystem für Gastritis und Duodenitis auch in Hinblick auf Helicobacter-pylori-Gastritis weiter entwickelt.

Bekanntlich steigert die duale Therapie mit Clopidogrel und Low-Dose-ASS das Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen (z.B. Blutungen, Magenulkus oder auch Sodbrennen). Eine aktuelle Studie untersuchte die Effekte der Protonenpumpenhemmer (PPI) auf Sodbrennen bei Patienten unter dualer Therapie.

Eine aktuelle Studie untersuchte, welche Eradikationstherapie bei Helicobacter pylori am effektivsten ist und zugleich die wenigsten Nebenwirkungen hat. Mittels systematischem Review und Netzwerk-Metaanalyse wurden ältere und neuere Behandlungsmethoden analysiert. Als Datenquellen dienten die Cochrane Library, PubMed und Embase ohne Einschränkungen hinsichtlich Sprache oder Datum.

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