Schwere alkoholtoxische Hepatitis (AH) hat eine hohe Mortalität. Eine Übersicht und Meta-Analyse in „Gastroenterology" überprüfte die Wirksamkeit verschiedener Medikamente zur Kurz- und Langzeit-Therapie der AH.

Nach einer Leber-Transplantation ist das Infektionsrisiko aufgrund der Immunsuppressiva erhöht. Es wird angenommen, dass die Probiotika die Anzahl der bakteriellen Infektionen senken, in dem sie die gastrointestinale Barriere stabilisieren. Meisten werden die probiotischen Milchprodukte mit Lactobacillus-Stämmen angereichert. Eine aktuelle Meta-Analyse in "Clinical Gastroenterologdy and Hepatology" überprüfte diese Annahme (1).

Bei der Behandlung der autoimmunen Hepatitis (AIH) wurde über Rückfallquoten bis zu 90% nach Absetzen der Therapie berichtet. Wissenschaftler versuchten daher herauszufinden, ob eine längere Behandlungsdauer und eine solide Patientenselektion zu einer steigenden Zahl von Langzeit-Remissionen nach Absetzen der Medikation führt.

Leberzirrhose Patienten leiden häufig an Muskelkrämpfen. Bisher gibt es noch keine effektive Therapie der Muskelkrämpfe, aufgrund der unbekannten Ursache. Carnitin greift über die Oxidation von Fettsäuren in den Energie-Metabolismus der Leber ein. Daher könnte ein Carnitin-Mangel, bei der Entstehung von Muskelkrämpfen bei Leberzirrhose-Patienten, mitbeteiligt sein. Eine kleine prospektive Studie, ohne Kontrollgruppe überprüfte die Wirksamkeit von L-Carnitin zur Therapie von Muskelkrämpfen bei Zirrhose-Patienten (1).

Systematisches Review und Meta-Analyse (1): Die MR-Elastographie (MRE) ist eine nichtinvasive diagnostische Methode, welche unter anderem für das Staging der Leberfibrose genutzt werden kann. Wissenschaftler führten eine Meta-Analyse individueller Teilnehmerdaten von verschiedenen publizierten Studien durch, um die diagnostische Genauigkeit der MRE bei Patienten mit chronischer Lebererkrankung (CLD) zu ermitteln.

Bekanntlich ist Adipositas ein bedeutsames Risikofaktor für Nicht-alkoholische Fettleberhepatitis (NASH) , und viele Übergewichtige Menschen sind davon betroffen. Möglicher Mechanismus dahinter ist die Leberverfettung durch die Insulinresistenz aufgrund der Adipositas. Moderates Abnehmen wird als wichtigste Therapie von NASH angesehen. Bisher fehlt jedoch der Evidenz, ob und wie weit Gewichtsabnahme bei übergewichtigen Menschen die NASH bessert. Dieser Frage ging eine Studie in "Gastroenterology" nach.

Re-Aktivierung einer früheren Hepatitis-B-Infektion (HBV) unter Immunsuppressiva und Chemotherapie kann fatal mit akuter Hepatitis und Leberversagen verlaufen.

Die Therapie-Optionen der der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) sind relativ limitiert. Es gibt Hinweise, dass Phlebotomie (Aderlass) mit Reduktion des Serum-Ferritins möglicherweise zur Behandlung von NAFLD wirksam ist. Eine aktuelle Studie in "Hepatology" überprüfte den Effekt der Phlebotomie auf NAFLD (1).

Die Hepatitis-A-Virus (HVA)-Infektionen verlaufen mit zunehmendem Alter schwerer. Obwohl die HAV-A-Infektion durch eine Impfung vermeidbar ist, kommt es immer wieder zu Krankheitsausbrüchen. Eine aktuelle Studie in „Hepatology" untersuchte anhand der Daten von „National Inpatient Survey" die Änderungen der Hospitalisationsraten in den USA zwischen 2002 und 2011 für primäre HAV-Infektion (1).

Die Kurzzeit-Mortalität der Patienten mit schwerer Alkoholhepatitis liegt über 30%. Prednisolon und Pentoxifyllin werden beide in Leitlinien zur Therapie der schweren Alkoholhepatitis empfohlen, es gibt aber Unsicherheiten, ob sie wirklich wirksam sind und ob ein mögliches Nutzen anhält. Eine randomisierte Studie in NEJM ging dieser Frage nach.

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