Die häufigste Todesursache in Deutschland ist die koronare Herzkrankheit (KHK). Dabei handelt es sich um arteriosklerotisch verengte Arterien der Herzkranzgefäße. Durch diese Verengung kann der Bedarf an Sauerstoff für das Herz nicht gedeckt werden, sodass es zur Myokardischämie kommt. Zuerst manifestiert sich die KHK als Angina pectoris (40 %), akutes Koronarsyndrom (50 %) oder plötzlichen Herztod (10 %).

Frei#  Der operative Aortenklappenersatz ist der Goldstandard zur Behandlung der klinisch bedeutsamen Aortenstenose. Die minimal-invasive Aortenklappen-Implantation mittels Herzkatheter (TAVI/TAVR: transcatheter aortic-valve replacement) ist vor allem für Hochrisikopatienten angezeigt, die sich einer Operation nicht unterziehen können. Zwei aktuelle randomisierte Studien in "Lancet" und "Journal of American College of Cardiology" publizierten die Langzeit-Daten für TAVI.

Akute Lungenembolie – Bova-Score zur Entscheidungsfindung: Stationäre oder ambulante Therapie? – Therapeutische Antikoagulation oder Thrombolyse?

Inzwischen werden bei vielen Therapieentscheidungen zu kardiovaskulären Krankheiten, die Risikoscores zu Rate gezogen, um eine objektive Grundlage für die Entscheidungsfindung zu haben: Von antithrombotischer Therapie bis LDL-Cholesterin-Senkung. Eine aktuelle Studie in "Annals of Internal Medicine" analysierte die Genauigkeit und Vorhersagekraft der kardiovaskulären Risiko-Scores.

Die Abschätzung der Komplikations-Risiken spielt bei der Entscheidung zur operativen Therapie bei Karotisstenose eine wichtige Rolle. Die Therapie-Alternativen wären medikamentöse Behandlung oder auch Karotis-Stentanlage.

Saunieren gilt allgemein als gesund, die Assoziation zwischen Saunieren und kardiovaskuläre und Gesamt-Mortalität ist jedoch noch unbekannt. Eine aktuelle finnische Studie in der Fachzeitschrift "JAMA Internal Medicine" ging dieser Frage nach.

Bei den Patienten ohne kardiovaskuläre Erkrankungen (CVD) und niedriges 10-Jahres-Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten überwiegt das Risiko für gastrointestinale Blutungen und ischämische Schlaganfälle durch ASS-Einnahme den möglichen Nutzen. Laut den Leitlinien für die Primärprävention für CVD wird ASS entsprechend nur bei Patienten mit 10-Jahres-CVD Risiko ?6 % als angemessen und unangemessen bei Patienten mit 10-Jahres- CVD- Risiko <6% betrachtet.

Eine Studie in „Circulation" hatte im Januar 2015 gezeigt, dass eine frühe herzchirurgische Operation (meist prothetischer Klappenersatz) bei infektiöser Herzklappen-Endokarditis das Outcome verbessern kann (2). In der Studie konnten etwa ein Viertel der Patienten wegen schlechtem Allgemeinzustand und Begleitkrankheiten nicht operiert werden, obwohl es eine OP-Indikation bestanden hatte. Die Studie ist als Volltext im Internet zugänglich. Jetzt wurde eine weitere Studie in „Clinical Infectios Diseases" über den Stellenwert einer frühen Operation bei Patienten mit infektiöser Herzklappenprothese-Endokarditis durch Staphylococcus aureus publiziert (1), über die wir im Folgenden berichten.

Frei#  Obwohl die Gesamt-Mortalität durch die koronare Herzkrankheit (KHK) in den USA in den letzten Jahrzehnten sinkt, ist sie weiterhin die häufigste Todesursache bei Frauen. Eine aktuelle Studie in "Journal of American College of Cardiology" untersuchte, wie weit ein gesunder Lebenstil durch Beeinflussung bestimmter Risikofaktoren die Mortalität durch Herzinfarkt bei jungen Frauen prozentual senken kann.

Die einflussreiche "Dietary Guidelines Advisory Committee" in den USA hat eine neue Leitlinie zu Ernährung, Nahrungszusatzmittel und Gesundheit veröffentlicht (1). Während die US-Leitlinie weiterhin eine Einschränkung von Kochsalz, Kohlenhydraten und ungesunden Fettsäuren empfiehlt, enthält sie zur Cholesterin-Diät eine Kehrtwende von der bisherigen Praxis.

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