Zeitnahe Lumbalpunktion bei bakterieller Meningitis - Sollen die Leitlinien revidiert werden?

Anhand der Endostroke-Studie untersuchten Wissenschaftler die klinischen und verfahrenstechnischen Faktoren, die mit dem Outcome, sowie dem Erfolg einer Gefäßöffnung durch eine endovaskuläre Therapie bei Verschluss der Arteria Basilaris assoziiert sind (1).

Frei#  2013 hatten wir zwei Studien in "NEJM" vorgestellt, die gezeigt hatten, dass Minimal-Invasive-Endovaskuläre Katheterintervention bei akutem ischämischem Schlaganfall als Zusatztherapie zur Thrombolyse kein Vorteile zeigt (1). Aktuell im Februar 2015 sind ebenfalls in der NEJM drei weitere Studien (2,3,4) erschienen, die zu ganz anderen Ergebnissen kommen.

Frei#  2013 hatten wir die SAMMPRIS-Studie vorgestellt, die gezeigt hatte, dass frühe aggressive medikamentöse Therapie bei Hochrisiko-Patienten mit atherosklerotischen intrakraniellen arteriellen Stenosen eher als eine invasive Therapie mit perkutaner transluminaler Angioplastie und Stenting mit Wingspan-System vor einem Schlaganfall schützt (2). Jetzt ist aktuell die VISSIT-Studie in "JAMA" zu diesem Thema erschienen.

Die Anwendung der oralen Antikoagulanzien (OAK) nehmen immer mehr zu. Obwohl die Hirnblutungen eins der gefürchtetsten Komplikationen unter therapeutischer Antikoagulation ist, gibt es wenig Daten über das Therapie-Management der Antikoagulation-assoziierten intrakraniellen Blutungen. Eine aktuelle Studie aus Deutschland untersuchte die Effekte der Gerinnungs-Normalisierung und Blutdrucksenkung auf den Verlauf der Hirnblutungen (1, 2). In die retrospektiven Studie wurden Patienten aus 19-tertiären Zentren zwischen 2006-2012 eingeschlossen. Bei 1176 Patienten wurde das Langzeit-Outcome, bei 853 Hirnhämatom-Größen Änderungen und bei 719 Fortsetzung der OAK-Therapie analysiert. Bekanntlich wird in Deutschland vor allem der Vitamin-K-Antagonist Marcumar zur therapeutischen Antikoagulation eingesetzt, wenn auch in den letzten Jahren immer mehr die neuen oralen Antikoagulanzien (NOAK) Dabigatran (Pradaxa®), Rivaroxaban (Xarelto®) und Apixaban (Eliquis®) angewendet werden.

Anticholinergika werden in einer breiten Palette von Krankheiten von M. Parkinson bis Harninkontinenz eingesetzt. Eine aktuelle Studie in "Journal of American Geriatric Society" untersuchte die Assoziation zwischen anticholinergischen Medikamenten und dem Risiko für ambulant erworbener Pnemonie (1).

Aktuelle Studie (1): Zusammenhang zwischen Stammzelltransplantation und neurologisches Defizit bei Multiple-Sklerose-Patienten.

Eine prospektive Kohortenstudie: Bei Patienten mit akutem nicht-traumatischem Kopfschmerz wird häufig zum Ausschluss einer Subarachnoidalblutung (SAB) eine Lumbalpunktion durchgeführt. Eine aktuelle Studie untersuchte nach Kriterien, die eine Unterscheidung zwischen einer wirklichen SAB und einer artifiziellen punktionsbedingten Einblutung ermöglichen.

Die einflussreiche US-Fachgesellschaft American Academy of Pediatrics (AAP) hat nach Analyse der medizinischen Evidenzlage neue Empfehlungen zum Marihuana-Konsum der Jugendlichen veröffentlicht. Die getrockneten, zerkleinerten, kleinen Blätter der Cannabis-Pflanze werden Marihuana (Gras) genannt. Die wichtigsten Empfehlungen sind:

Die Epilepsie ist eine häufige neurologische Erkrankung, die zu etwa 0,5 % auftritt. Ursächlich ist eine Störung des Gleichgewichts zwischen exzitatorischen und inhibitorischen Potentialen zerbraler Neurone, aufgrund dessen es zu einer synchronen Entladung kommt. Dies führt zu bestimmten Hirnwellen, die im EEG aufgezeichnet werden können. Auslösefaktoren können Hypoglykämie, Alkohol, genetische Veranlagung oder bislang unbekannte Faktoren sein. Ein epileptischer Anfall kann durch Aurasymptome, motorischer Phänomene (klonische Zuckung) oder Bewusstseinsstörung gekennzeichnet sein.

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