Ältere Patienten mit Depressionen sprechen auf die Antidepressiva oft schlechter als junge Patienten an. Stimulanzien, die vor allem bei ADHS-Therapie eingesetzt werden, werden in den letzten Jahren bei älteren Patienten zur Stärkung der Antidepresiva-Effekte off-label eingesetzt. Der erhoffte Effekt ist die Aktivierung der Patienten mit dem Stimulanzien, um das Ansprechen auf die Antidepressiva zu verbessern. Zum ersten Mal überprüfte eine randomisiert-kontrollierte Studie in "American Journal of Psychiatry" ob die Kombinationstherapie aus Antidepressiva und dem Stimulanz Methylphenidat (Ritalin) bei älteren Patienten mit schweren Depressionen tatsächlich wirksam ist.

Frei#  Maternale Depressionen gelten als Risikofaktor für Depressionen bei Jugendlichen. Unklar ist allerdings, inwieweit Depressionen der Mutter das Kind so beeinflussen, dass es später als Jugendlicher ein gesundheitsgefährdendes Verhalten zeigt (Drogenkonsum, Kriminalität und Straffälligkeit).

Eine aktuelle Studie in "BMJ-Open" (1) untersuchte anhand der Daten für die primäre Gesundheitsversorgung in England (in Deutschland wäre es die ambulant-praxisärztliche Versorgung) von 2007 bis 2011 die Indikationen für die Neuroleptika-Verschreibung.

Unterkategorien

Zusätzliche Informationen