Früher wurden Asthma-kranke Kinder vom Sport-Unterricht frei gestellt. Im Verlauf der Zeit kam es jedoch zu einem Umdenken. Eine aktuelle Studie „Thorax" untersuchte den Einfluss des Ausdauerstrainings mit Aerobic auf die bronchiale Hyperreaktivität. Asthma-Symptome, Entzündungsmarker Zytokine und Lebensqualität bei Patienten mit mittlerem und schwerem Asthma.

Soja-Isoflavone-Nahrungsergänzungsmittel werden zur Therapie von mehreren chronischen Krankheiten, unter anderem gegen Asthma, eingesetzt, obwohl Daten zu deren Wirksamkeit limitiert sind (2). Eine aktuelle Studie in JAMA überprüfte den Effekt von Soja-Isoflavonen bei Patienten mit schlecht kontrollierter Astma bronchiale.

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) bleibt weltweit ein großes Problem. Gesunde Atemwege und Lunge beeinflussen deutlich die allgemeine Gesundheit und die Sterblichkeit. Der wichtigste COPD-Risikofaktor ist Rauchen, aber ein Drittel der COPD-Patienten haben gleichzeitig niemals geraucht. Daher gibt es vermutlich weitere Risikofaktoren. Es gibt Berichte über die an Antioxidantien-reiche Ernährung und bessere Lungenfunktion gibt. Weiterhin gibt es Hinweise, dass die Ernährungsgewohnheiten in westlichen Ländern mit viel Fleischkonsum mit einer COPD assoziiert sind. Eine aktuelle grosse Studie in „BMJ" untersuchte die Verbindung zwischen COPD und der Art der Ernährung.

Eine nur begrenzte Zahl von Studien zur empirischen Behandlung von Patienten mit klinischen Zeichen einer ambulant erworbenen Pneumonie (CAP) erschwert die Wahl des Antibiotikums. Eine aktuelle Studie in "NEJM" untersuchte Strategien zur empirischen Behandlung auf Normalstation mittels Betalactam-Monotherapie, Betalactam-Makrolid-Kombinationstherapie sowie Fluorochinolon-Monotherapie.

Trotz Leitlinien-Empfehlungen werden Patienten bei Verdacht auf COPD oft empirisch mit Bronchodilatatoren behandelt, ohne die Atemwegsobstruktion vorher per Lungenfunktionsuntersuchung festzustellen. Eine aktuelle US-Studie hat bei Patienten mit COPD und bei denen, die vor einer Spirometrie eine COPD-Therapie erhalten hatten, nach mit Atemwegsobstruktion assoziierten Prädiktoren für COPD recherchiert.

Kardiales Troponin ist ein Proteinkomplex bestehend aus den Untereinheiten cTnT, cTnI und TN-C. Erhöhte Werte von kardialem Troponin deuten bei Patienten mit akuter Lungenembolie (LE) auf eine Rechtsherzdekompensation hin, und sind mit einem schlechten Outcome assoziiert. Welche Auswirkungen es für die Behandlung hat, wenn kardiales Troponin I (cTnI) im hoch-sensitiven Test nicht detektierbar ist, wurde bisher nur wenig untersucht. Eine aktuelle retrospektive Kohortenstudie untersuchte die Hypothese, dass ein negativer cTnI-Troponin-Test auf eine niedrige Komplikationsrate in der Klinik hin deutet.

Bisher haben klinische Studien widersprüchliche Ergebnisse über die Vorteile der Kortison-Gabe zusätzlich zu Antibiotika bei Ambulant-erworbener Pneumonie gezeigt. Eine aktuelle Studie in „Lancet" untersuchte den Nutzen/Schaden einer adjutanten Prednisolon-Kurzzeittherapie bei Patienten, die wegen Ambulant-erworbener Pneumonie hospitalisiert waren (1). Eine weitere randomisierte Studie in JAMA überprüfte ebenfalls die möglichen Vorteile einer iv-Zusatz-Metylprednisolon-Therapie bei Patienten mit mit ambulant erworbener Pneumonie, die mit einer schweren systemischen Entzündungsreaktion einher ging(2).

Im Zeitalter der Grippe-Impfung hat eine Studie das Vorkommen und Erreger der ambulant-erworbenen Pneumonie bei Kindern untersucht, die in den USA dafür im Krankenhaus behandelt wurden.

CT-gesteuerte Lungenbiopsie ist ein gut etabliertes Verfahren zur Diagnose von Lungenläsionen (benigne und maligne Tumoren, Infektionen). Eine aktuelle Studie aus Japan in „American Journal of Radiology" untersuchte die diagnostische Genauigkeit und Sicherheit von herkömmlichen CT-gesteuerte Lungenbiopsien (1).

Die Chronic Obstructive Lung Disease (COPD) ist definiert als nicht reversible, progrediente Einschränkung der Lungenventilation. Sie beinhaltet eine Kombination aus chronisch obstruktiver Bronchitis und Lungenüberblähung. Als Hauptrisikofaktor gilt das Zigarettenrauchen. Zur Therapie der COPD wurde im August 2010 das neue Medikament Roflumilast (Daxas®) zugelassen. Roflumilast ist eine PDE-4-Hemmer, der bei Asthma und COPD eingesetzt wird und neben der antientzündlichen Wirkung die Lungenfunktion verbessern soll. Zudem reduziert das Medikament bei Patienten mit schwerer COPD die Anzahl an Exazerbationen (Verschlechterungen). Der Effekt bei Patienten, die feste Kombinationen von inhalativen Kortikosteroiden und langwirksamen 2-Agonisten nutzen, ist unbekannt. Wissenschaftler behaupten, dass Roflumilast die Exazerbationen bei Patienten mit schwerer COPD verringert, auch wenn diese inhalative Koritikosteroide und ?2-Agonisten einnehmen.

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