CT-gesteuerte Lungenbiopsie ist ein gut etabliertes Verfahren zur Diagnose von Lungenläsionen (benigne und maligne Tumoren, Infektionen). Eine aktuelle Studie aus Japan in „American Journal of Radiology" untersuchte die diagnostische Genauigkeit und Sicherheit von herkömmlichen CT-gesteuerte Lungenbiopsien (1).

Die Autoren analysierten retrospektiv die Ergebnisse der CT-gesteuerte Lungenbiopsien bei 750 Patienten, um die diagnostische Genauigkeit, Komplikationsraten und Risikofaktoren für Diagnosefehler und schwere Pneumothorax zu bestimmen.

Die diagnostische Genauigkeit betrug 92,9 %.

Unabhängige Risikofaktoren für Diagnosefehler waren malignen Tumoren (OR 4,20), Läsionen im Unterlappen (OR 2,01), Läsionen 2,0 cm oder kleiner (OR , 2,87) und Pneumothorax als Komplikation während der Lungenbiopsie (OR , 2,18).

Pneumothorax trat bei 37% der Patienten auf, Thorax-Drainage war bei 7 % dieser Patienten erforderlich. Unabhängige Risikofaktoren für Drainage-pflichtiges Pneumothorax waren: Alter > 73 Jahre (OR 2,19), Lungenemphysem (OR 4,2) , gutartige Läsionen (OR 2,33), Rückenlage des Patienten (OR 2,61), und die Entfernung von Thoraxwand bis zur Läsion > 1,5 cm (OR , 3,08).

FAZIT: CT-gesteuerte Lungenbiopsie hat eine hohe diagnostische Genauigkeit. Komplikationen waren akzeptabel und vergleichbar mit denen der früheren Studien.

1-Takeshita et al. CT-guided fine-needle aspiration and core needle biopsies of pulmonary lesions: A single-center experience with 750 biopsies in Japan. AJR Am J Roentgenol 2015 Jan; 204:29

 

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