Bei Denosumab (Prolia®), Amgen) handelt es sich um einen monoklonalen Antikörper gegen den Signalüberträger RANKL der Familie der TNF-Rezeptor-Superfamilie, der als Mediator im Knochenabbau fungiert. Denosumab zählt zu den Biologika und wird zur Osteoporose-Therapie eingesetzt. Sein Sicherheitsprofil bei gleichzeitiger Gabe mit anderen Biologika zur Therapie einer rheumatoiden Arthritis (RA) ist nicht ausreichend untersucht. Eine aktuelle Studie bestimmte das Auftreten stationär behandlungsbedürftiger Infektionen bei Patienten unter Biologika zur RA-Therapie.

Biologika (TNF-Hemmer und Co. wie infliximab (Ramicade) werden immer häufiger zur Behandlung der Therapie-refraktären Rheumatoider Arthritis eingesetzt. Gleichzeitig gibt es Bedenken, dass Biologika die Entstehung schwerer Infektionen fördern können. Eine Meta-Analyse in „Lancet" ging der Frage nach, ob die Ausmaß der Biologika-Dosierung das Infektionsrisiko bei Rheumatoider Arthritis (RA) beeinflusst.

Frei#  Aktuelle Studie in "Neurology" zur Prävalenz und Verteilung des Varizella-Zoster-Virus in den Temporalarterien von Patienten mit Riesenzellarteriitis.

ITP (idiopathische thrombozytopenische Purpura), ist eine durch Auto-Antikörper verursachte Verringerung der Thrombozyten im Blut. In Deutschland wird ITP auch als Morbus Werlhof genannt. Initiale Therapie der ITP (Thrombozyten < 30.000) ist eine Kortison-Stoßtherapie. In den lezten Jahren wurden ebenfalls über vielversprechende Ergebnisse der Kombinationstherapie aus Dexamethason und Rituximab berichtet. Rituximab (MabThera) ist ein CD20-Antikörper, welche die B-Lymphozyten hemmt. Eine aktuelle Studie in „Blood" untersuchte, ob die Tripletherapie aus Dexamethason, low-dose-Rituximab und Ciclosporin (auch Cyclosporin, Immunnsuppression der T-Zellen) das Outcome der ITP-Patienten weiter verbessern kann.

Diskoider Lupus erythematodes (DLE) ist die häufigste Form des chronisch kutanen Lupus Erythematodes (LE). Bisher gibt es wenige Daten über den Verlauf des diskoiden LE bei Kindern und Jugendlichen. Eine aktuelle Studie in „Journal of American Academy of Dermatology" untersuchte den Verlauf und das Risiko des DLE für eine Progression zum systemischen Lupus Erythematodes (SLE).

Bei Patienten mit Thrombozytopenie unter Heparin ist ein schneller Ausschluss der Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT) erforderlich, um zu bestimmen, welche Patienten weiterhin Heparin erhalten dürfen. Eine aktuelle Studie in "Blood" untersuchte die diagnostische Aussagekraft der Kombination aus dem klinischen 4Ts-Score und PF4/H-PaGIA -Antikörpersuchtest bei 526 Patienten mit Verdacht auf HIT.

Frei#  Ein aktueller Fallbericht in "NEJM" informiert über eine 72-jährige Frau mit therapieresistener Dermatomyositis und Haut- und Muskel-Beteiligung, die initial systemisch mit hochdosierten Glukokortikoiden und Azathioprin behandelt wurde (1). Auch auf die Erweiterung der Therapie mit iv-Immunglobulinen (IVIG) mit Prednison und Mycophenolate Mofetil führte zunächst nur zu einer partiellen Krankheitskontrolle (CDASI activity-section score of 12).

Therapie der Patienten mit systemischer nekrotisierender Vaskulitis - wie Polyarteritis nodosa [PAN], granulomatose mit Polyangiitis [Wegener's] [GPA], mikroskopische Polyangiitis [MPA], oder eosinophile GPA [Churg-Strauss] [EGPA])- ist aufgrund der schweren Nebenwirkungen der eingesetzten Immunsuppressiva (wie Infektionen, Nieren- und Leberfunktionstörungen, hämatologische Komplikationen) oft schwierig.

Bekanntlich kann eine richtige Ernährung die Erkrankung zwar nicht heilen, aber helfen, Medikamente einzusparen. Für Patienten mit Rheumatoider Arthritis wird eine Ernährung mit Fisch und Fischöl empfohlen. Im Fischöl enthaltene Omega-3-Fettsäuren sollen die anti-entzündliche Eigenschaften haben. Eine neue Studie aus Australien überprüfte, ob Fischöl Omega-3-Fettsäuren bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) im Frühstadium tatsächlich hilfreich ist (1).

Der Morbus Crohn gehört zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Meist tritt er erstmals zwischen dem 15. und 35 Lebensjahr auf; seine Inzidenz in Deutschland beträgt 5/100.000 im Jahr. Seine Ursache konnte noch nicht genau geklärt werden, doch spielen sowohl Umwelteinflüssen (Rauchen), als auch genetische Faktoren eine Rolle, die das Erkrankungsrisiko erhöhen. So haben Geschwister eines Patienten mit Morbus Crohn ein im Vergleich zur Normalbevölkerung 30 -fach erhöhtes Risiko. Obwohl der gesamte Verdauungstrakt befallen sein kann, ist mehrheitlich, zu 45 %, das terminale Ileum oder Kolon betroffen.

Zusätzliche Informationen