Eine aktuelle Studie in "American Journal of Emergency Medicine" verglich die analgetische Wirkung von Akupunktur mit Diclofenac und Paracetamol (1).

Frühere Meta-Analysen haben gezeigt, dass bestimmte Muskelrelaxans- Medikamente wie Tamsulosin und Nifedipin die Passage und Abgang von Ureter-Steinen beschleunigen und somit die Harnleiter-Koliken bessern können. Es wurde angenommen, dass diese Medikamente den Muskeltonus und Spasmus des Ureters entspannen und somit den Steinabgang erleichtern. Die Meta-Analysen stützten sich jedoch auf kleine Studien. Eine aktuelle randomisierte Multizenter-Studie in "Lancet" untersuchte die Wirksamkeit der Muskelrelaxantien innerhalb der üblichen klinischen Versorgung (1).

US-Studie in Journal of Urology (1): Aktive Überwachung bei nicht-obstruierenden Nierensteinen .

Bei fortgeschrittenem Prostatakrebs mit Metastasen wird oft eine Androgenentzugstherapie durchgeführt. Androgene (Testosteron und Co.) spielen bekanntlich beim Wachstum der Prostatazellen eine wichtige Rolle. Eine aktuelle Studie (1) in „Journal of Clinical Oncology" untersuchte die Auswirkungen der Androgenentzugstherapie (ADT) auf kognitive Funktionen, wie Gedächtnis, Konzentration und Sprache.

Das Prostatakarzinom ist der häufigste viszerale Krebs unter Männern. Zudem ist er die zweithäufigste krebsassoziierte Todesursache unter Männern älter als 50 Jahre. Die höchste Inzidenz zeigt sich im Alter zwischen 65 und 75 Jahren. Im Alter von 80 Jahren haben mehr als 50 % aller Männer ein Prostatakarzinom. Meist entwickelt sich das Prostatakarzinom über lange Zeit asymptomatisch. Hinweise auf ein Prostatakarzinom können sich durch die digital-rektale Untersuchung oder durch erhöhte PSA-Werte ergeben. Zur Verifizierung eines Prostatakarzinoms wird standardmäßig eine ultraschallgestützte 10-fach Stanzbiopsie aus der Prostata entnommen. Bei kleinen Prostatadrüsen werden mindestens 6 Proben entnommen. In dieser sogenannten Sextantenbiopsie werden aus jeder Lappenhälfte drei Biopsien entnommen. Neue Ansätze kombinieren den Ultraschall mit einem MRT, um bessere, dreidimensionale Modelle zu erhalten. Dieses Verfahren nennt sich gezielte MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie, ist aber bis jetzt noch kostspielig. Der Vorteil der neuen Methode ist eine genauere Erfassung des lokalen Stagings von Prostatakarzinomen.

In den letzten Jahren sind mehrere Studien erschienen, diese zeigten, dass Statine bei Prostatakrebs die Prognose verbessern können (2). Diese Wirkung entsteht möglicherweise durch die Hemmung der Cholesterin-Bildung, welche bei der Neubildung von Zellmembranen, eine wichtige spielt. Bekanntlich ist bei Krebserkrankungen, die Zellbildung gesteigert. Des Weiteren gibt es Hinweise, dass Statine die Bildung der Testosteron-Vorstufe DHEAS hemmen. Eine aktuelle Studie (1) in „JAMA Oncology" überprüfte, ob die Statine das Outcome auch bei Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom, bei denen eine Androgenentzugstherapie (ADT: Androgendeprivationstherapie) gestartet wurde, ebenfalls günstig beinflussen.

"Active surveillance" (aktive Beobachtung) wird zunehmend als Behandlungsoption beim Prostatakarzinom mit niedrigem Risikoprofil genutzt. Langzeit-Ergebnisse dieser Therapieform fehlen jedoch. Wissenschaftler berichten in einer aktuellen Studie über eine große Patientengruppe mit Prostatakarzinom mit niedrigem Risikoprofil.

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