Das Prostatakarzinom ist der häufigste viszerale Krebs unter Männern. Zudem ist er die zweithäufigste krebsassoziierte Todesursache unter Männern älter als 50 Jahre. Die höchste Inzidenz zeigt sich im Alter zwischen 65 und 75 Jahren. Im Alter von 80 Jahren haben mehr als 50 % aller Männer ein Prostatakarzinom. Meist entwickelt sich das Prostatakarzinom über lange Zeit asymptomatisch. Hinweise auf ein Prostatakarzinom können sich durch die digital-rektale Untersuchung oder durch erhöhte PSA-Werte ergeben. Zur Verifizierung eines Prostatakarzinoms wird standardmäßig eine ultraschallgestützte 10-fach Stanzbiopsie aus der Prostata entnommen. Bei kleinen Prostatadrüsen werden mindestens 6 Proben entnommen. In dieser sogenannten Sextantenbiopsie werden aus jeder Lappenhälfte drei Biopsien entnommen. Neue Ansätze kombinieren den Ultraschall mit einem MRT, um bessere, dreidimensionale Modelle zu erhalten. Dieses Verfahren nennt sich gezielte MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie, ist aber bis jetzt noch kostspielig. Der Vorteil der neuen Methode ist eine genauere Erfassung des lokalen Stagings von Prostatakarzinomen.

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