Frei#  Die Vollspektrum-Endoskopie (FUSE: full-spectrum endoscopy) ermöglicht einen 330° Sichtwinkel mit einem erweiterten Blickfeld. Frühere Studien haben gezeigt, dass FUSE-Endoskope bei der Koloskopie Polypen besser als die herkömmlichen Koloskope diagnostizieren können. Eine aktuelle Studie in "Gut" untersuchte, ob die FUSE-Koloskopie zur Darmkrebs-Früherkennung tatsächlich besser als die konventionelle Koloskopie ist.

Studie: Die Quelle einer gastrointestinalen Blutung (GIB) kann in einigen Fällen trotz ausgiebiger Diagnostik nicht erkannt werden. Meistens steht die Blutung bei diesen Fällen in Zusammenhang mit einer vaskulären Läsion, die nur bei aktiver Blutung erkannt werden kann. Eine aktuelle Studie untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit der mit Endoskopie kombinierten Verabreichung von Thrombozytenhemmern (wie z.B. ASS oder Clodigoprel) und/oder Antikoagulanzien (wie z.B. Heparine), zur Stimulierung der Blutung und somit Erkennung der Blutungsquelle.

Intestinale Metaplasie von Magenschleimhaut (GIM: Gastric intestinal metaplasia) folgt oft der chronischen Gastritis mit nachfolgenden Umbauvorgängen der Schleimhaut. Insbesondere bei Magenulkus kommt sie häufig vor. Eine aktuelle US-Studie untersuchte bei 25 GIM-Patienten das Magenkrebs-Risiko.

Metaanalyse in "Chest": Die Anzahl an Krankenhausaufnahmen bei Aspirationspneumonie hat sich bei älteren Erwachsenen verdoppelt. Die Nutzung eines am Krankenbett durchgeführten Wasserschlucktests (WST) als Screening für schluckbedingte Aspiration kann weitere Komorbilitäten sowie Mortalität effizient und kosteneffektiv vorbeugen. Die Autoren einer aktuellen Studie untersuchten die Genauigkeit des WST am Krankenbett als Screening von Patienten mit erhöhten Risiko einer dysphagie-bedingten Aspiration.

Frei#  Die eEuropäische Fachesellschaft "European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE)" hat eine neue Leitline zum Entfernen vom Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt bei Erwachsenen veröffentlicht (1).

Der optimale Interval zwischen endoskopischen Ligatur-Sitzungen zur Therapie der Ösophagusvarizen-Blutungen ist noch unklar. Der bestmögliche Intervall würde einerseits die Varizen veröden (Eradikation) um das Rezidiv-Blutungsrisiko zu senken, und andererseits die Ligatur-induzierten Komplikationen minimieren.

Infliximab und Ciclosporin werden zur Therapie der schweren Colitis Ulcerosa eingesetzt. Infliximab ist ein neues Biological und wird zunehmend dem altbekannten Ciclosporin vorgezogen, obwohl die beiden Medikamente hinsichtlich der klinischen Wirksamkeit und Kosteneffektivität bisher direkt nicht verglichen wurden.

Antihrombotische Medikamente, wie ASS oder Clodigoprel, senken zwar die kardiovaskuläre Ereignisse, dafür aber erhöhen das Risiko für gastrointestinale (GI) Blutungen. Leitlinien empfehlen Thrombozyten-Transfusion bei Patienten mit GI-Blutungen, die antihrombotische einnehmen. Eine aktuelle Studie überprüfte, ob diese Empfehlung sinnvoll ist, und ob Thrombozyten-Transfusionen schwere Blutungen stoppen können (1).

Eine aktuelle Studie in “'Clinical Gastroenterology and Hepatology“ untersuchte die führenden Symptome bei symptomatischer unkomplizierter Kolon-Divertikulose.

Der TNF-Hemmer Infliximab (Remicade) gilt inzwischen als eine sichere und wirksame Therapie zur Behandlung von Colitis ulcerosa (UC). Eine aktuelle multizentrische Studie(1) mit retrospektiven Kohorten aus 7 europäischen Ländern und Israel untersuchte, ob Infliximab bei UC-Patienten mit anhaltender Remission abgesetzt werden kann, und wie hoch dabei das Rezidivrisiko ist.

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