Frei#  Übersicht in „Clinical Gastroenterology and Hepatology": Nicht-alkoholische Fettleberkrankheit (NAFLD) bezeichnet das Vorhandensein vom Fettleber in Abwesenheit signifikanten Alkoholkonsums. NAFLD kommt bei Patienten mit Stoffwechselstörungen häufig vor, die wie Typ-II-Diabetes, Lipidstörungen und metabolischem Syndrom mit Adipositas assoziiert sind. Jedoch entwickeln nicht alle übergewichtige Menschen eine NAFLD und, was noch wichtiger ist, NAFLD kann auch bei nicht-adipösen Personen vorkommen.

Die Datenlage zeigt, dass NAFLD bei nicht-adipösen Patienten scheint bei Asiaten häufiger diagnostiziert wird.

Bisherige Evidenz legt des Weiteren nah, dass die Prävalenz von nichtalkoholischer Steatohepatitis (NASH) und Leberfibrose bei adipösen und nicht-adipösen Patienten mit Nicht-alkoholischer Fettleberkrankheit (NAFLD) sich nicht signifikant unterscheidet.

Folgende Risikofaktoren sind mit einer Nicht-adipösen und Nicht-alkoholischen Fettleberkrankheit assoziiert:

-Viszerale Adipositas (intraabdominales Fett, Bauchfett) scheint eine größere Rolle als die allgemeine zentrale Adipositas zu spielen.

-Erhöhte Zufuhr von Cholesterin und Fruktose (also fetthaltiges Essen, Getränke mit Zuckerzusätzen

-Genetische Risikofaktoren (u.a. PNPLA3-Gene)

Insgesamt geht die Nicht-adipöse Fettleberkrankheit unabhängig von anderen metabolischen Faktoren mit einer erhöhten Mortalität, insbesondere der kardiovaskulären, einher.

Die Autoren betonen zum Schluss, dass es wichtig wäre, auch Patienten mit Nicht-adipöser und nicht-alkoholischer Fettleberkrankheit zu identifizieren und deren metabolisches Profil zu verbessern: Von Lebensstil-Veränderungen und körperlicher Aktivität zur Reduktion der viszeralen Adipositas bis Diät-Änderungen.

1-Kim D and Kim WR. Non-obese fatty liver disease. Clin Gastroenterol Hepatol. 2016 Aug 28.

 

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