Zwei randomisierte Studien haben kürzlich gezeigt, dass orale Glukokortikoide und Nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAID) bei der Therapie der akuten Gicht-Anfälle eine ähnliche analgetische Wirksamkeit zeigen. Diese Studien waren klein, und hatten wenige Fallzahlen. Daher verglich eine aktuelle Studie in "Annals of Internal Medicine" orales Prednisolon mit oralem Indomethacin bei Patienten, die sich mit akuter Gicht in der Notaufnahme vorgestellt hatten (1).

2014 hatten wir eine Studie vorgestellt, die zeigte, dass Ketamin akut aggressiv-delirante Patienten unter ambulanten Bedingungen in Rettungswagen-Einsätzen sicher und effektiv sedieren kann (2). Aktuell untersuchte eine weitere US-Studie in „Annals of Emergency Medicine" die Wirksamkeit von Ketamin bei schwer agitierten Patienten in der Notaufnahme, die auf die üblichen Sedativa nicht angesprochen hatten (1).

Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC hat eine neue Leitlinie zur Opioid-Verschreibung (Morphin und Co.), bei chronischen Schmerzen veröffentlicht (1).

Daten aus England zeigen, dass Patienten, die am Wochenende notfallmässig im Krankenhaus aufgenommen werden, eine höhere Mortalität zeigen. Es ist anzunehmen, dass dies auch auf Deutschland übertragbar ist. Die Frage ist, woran es liegt? Schlechte medizinische Versorgung am Wochenende aufgrund des eng-besetzten Krankenhauspersonals (sogenanntes „Wochenend-Effekt")? Unterschiedliche klinische Merkmale der Patienten, die an normalen Wochentagen und an Wochenenden als Notfälle aufgenommen werden?

Unklar war bisher, ob Patienten mit IgA-Nephropathie von einer Immunsuppressiva-Gabe zusätzlich zur supportiven Therapie profitieren. Hierzu wurde die aktuelle multizentrische randomisierte STOP-IgAN-Studie mit 337 Patienten aus Deutschland durchgeführt, die in NEJM publiziert wurde.

Staphylococcus-aureus-Bakteriämie ist trotz Antibiotika-Therapie mit einer hohen Mortalität assoziiert. Eine aktuelle Studie untersuchte, ob zusätzliche Gabe von Low-Dose-ASS bei Blutbahninfektion mit S. aureus das Kurzzeit-Überleben verbessern kann.

Akutes Nierenversagen nach einer Operation ist insgesamt mit einer schlechten Prognose behaftet. Eine aktuelle Studie in "BMJ" untersuchte mögliche Risikofaktoren, die ein postoperatives Nierenversagen nach einer grossen orthopädischen Operation (wie Hüft- oder Knie-TEP, oder Wirbelsäulen-Operationen) voraussagen können, und wie das frühzeitige Erkennen vom Nierenversagen das Kurzzeit- und Langzeit-Überleben beeinflusst.

Viele Patienten stellen sich mit Dyspnoe, in der Notaufnahme vor. Es ist nicht immer einfach, die zugrundeliegende Krankheit zu diagnostizieren.

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