Ischämische Mitralinsuffienz entsteht bei ca. 10% der Patienten nach Herzinfarkt. Da viele Patienten mit ischämischer Mitralinsuffizienz eine Multigefäss-KHK aufweisen, kombinieren die Herzchirurgen optional die Bypass-OP mit einer Mitralklappen-Reparatur. In einer Studie in "NEJM" sind jetzt die 2-Jahres-Ergebnisse des kombinierten Eingriffs publiziert (1).

Zwei aktuelle Studien in „JAMA" untersuchten ob Nasale High-Flow Sauerstoff-Gabe und Nicht-Invasive-Beatmung (NIV) die Intubation-Notwendigkeit bei Intensivstation-Patienten mit respiratorischer Insuffienz reduziert (1,2).

Die meisten Patienten mit KHK nehmen Low-Dose-ASS zur Primär- oder Sekundärprävention von Herzinfarkt und Schlaganfall. Gleichzeitig stellt ASS ein Blutungsrisiko bei Patienten, die sich einer Operation unterziehen, dar. Es ist jedoch noch unklar, ob ASS vor einem Koronar-Bypass pausiert werden sollte. Eine aktuelle Studie in NEJM ging dieser Frage nach.

Die optimale Blutdruck-Kontrolle bei Patienten, die einen Schlaganfall oder TIA erlitten haben, ist noch unklar. Eine aktuelle Studie in BMJ ging dieser Frage nach.

Studie in "Annals of Internal Medicine": Der plötzliche Herztod, auch Sekundentod genannt, ist die häufigste tödlich verlaufende Manifestationsform einer Herzerkrankung, die schnelles Handeln erfordert. Die Überlebensrate hierbei ist niedrig. Tools, um Patienten mit Langzeitrisiko für das Auftreten des plötzlichen Herztodes besser heraus filtern zu können, fehlen. Daher werden alternative Kurzzeituntersuchungen, die auf die präventive Risikoeinschätzung bei Warnsymptomen und Krankheitsvorbeugung zielen, benötigt.

Perikarditis führt häufig zu ST-Hebung in inferioren EKG-Ableitungen. Daher können ST-Hebungen in inferioren EKG-Ableitungen (II, III, aVF, V1) beim Herzinfarkt (STEMI) als Perikarditis falsch diagnostiziert werden. Eine aktuelle Studie untersuchte, ob das Vorhandensein einer ST-Senkung in aVL eine inferiore STEMI von einer Perikarditis unterscheiden kann (1).

Die US-Fachgesellschaften American College of Cardiology (ACC) und American College of Radiology (ACR) haben eine neue Leitlinie zur richtigen Indikation für den Einsatz der kardiovaskulären Bildgebung bei Patienten mit Brustschmerzen in der Notaufnahme publiziert. Wichtige Punkte unter anderem sind:

Bekanntlich werden ACE-Hemmer und deren Weiterentwicklung AT1-Blocker zur Hypertonie-Therapie bei Diabetes-Patienten empfohlen. Da diese unter anderem auf das Renin-AngiotensinSystem (RAA) hemmen, sollen sie bei Diabetikern den renalen (Wirkung gegen Mikroalbuminurie) und kardiovaskulären (Schutz vor Herzinuffienz) Outcome verbessern. Eine Metanalyse in "BMJ" überprüfte, ob dies tatsächlich der Fall ist.

Frei#  Eine aktuelle Studie in "Mayo Clinic Proceedings" untersuchte den Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness und Früh-Mortalität nach einem Herzinfarkt (1).

Frei#   Bei vielen Patienten, die sich mit Brustschmerzen in der Notaufnahme vorstellen und einen negativen initialen EKG-Befund aufweisen, ist es wichtig einen Herzinfarkt schnell und sicher auszuschließen. Wir hatten vor kurzem eine Studie vorgestellt, in der innerhalb einer Stunde mit Hilfe von Hochsensitiven Troponin-Test ein akutes Koronar-Syndrom ausgeschlossen werden konnte; Dabei bleiben aber weiterhin Unsicherheiten wie grenzwertig erhöhte Werte, sodass vor allem Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren oft länger beobachtet werden müssen.

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