Aktuelle Studie in "JAMA Psychiatry" (1): Selbstverletzungen sind bei bipolarer Krankheit signifikant mit Suizidrisiko assoziiert. Zur Erhaltungstherapie der bipolaren Krankheit werden häufig Stimmungsstabilisatoren wie Lithium oder auch atypische Neuroleptika [z.B. Olanzapin (Zyprexa) und Quetiapin (Seroquel)], oder auch Antiepileptika (z.B. Valproinsäure und Carbamazepin) eingesetzt. Es gibt Evidenz, dass Lithium das Suizidrisiko in dieser Patientengruppe reduziert, während die Antiepileptika das Selbstverlezungsrisiko steigern.

Frei#  Die Fachgesellschaften "Royal Australian and New Zealand College of Psychiatrists" haben eine neue Leitlinie zum zum Management der Patienten mit akuter Schizophrenie und ähnlichen Erkrankungen aus dem Schizophrenie-Spektrum veröffentlicht. Die Leitlinie beinhaltet des Weiteren das Management von Patienten, die ein sehr hohes Risiko für diese Erkrankungen aufweisen.

Quetiapin (Seroquel) ist eine atypische Neuroleptika und wird neben Psychosen auch zur Therapie der bipolaren Krankheit mit manischen und depressiven Episoden eingesetzt. Lamotrigin (Elmendos®) ist ein Antiepileptikum, und wird zur Prävention von Depressionen bei bipolaren Störungen angewendet. Bekanntlich gestaltet sich die Therapie der Depression oft schwierig, und bisher gibt es wenige sichere und effektive Therapien.

Frei#  Bekanntlich gestaltet sich die Therapie der depressiven Symptome bei Patienten mit bipolarer Krankheit schwierig. Daher überprüfte eine aktuelle Studie in „Depression and Anxiety" die Wirksamkeit von Lurasidon bei akuten bipolaren Depressionen (1).

Viele Menschen erhalten wegen Schmerzen Opioide (Morphin und Co.). Neue Daten deuten darauf, dass eine Opioid-Einnahme eine erstmalige Depression auslösen kann. Bisher war es unklar, ob diese Assoziation Dosis- oder Zeit-oder von beiden abhängt. Eine aktuelle US-Studie in "Annals of Family Medicine" untersuchte diese Fragestellung (1).

Die einflussreiche US-Fachgesellschaft "American College of Physicians" hat eine neue Leitlinie zur Therapie der schweren Depressionen bei Erwachsenen veröffentlicht (1).

Für suizidale Gedanken und Verhalten gibt es derzeit keine schnellwirksame medikamentöse Therapie, die in der ambulanten Patientenversorgung eingesetzt werden könnte. Suizidalität ist oft mit seelischen Schmerzen verknüpft, daher untersuchte eine aktuelle Studie in "American Journal of Psychiatry" die Wirksamkeit von niedrig-dosiertem sublingualen Buprenorphin als zeitlimitierte Therapie der suizidalen Gedanken (1).

Eine aktuelle US-Studie in "BMJ" untersuchte, ob die chronische Einnahme von Benzodiazepinen, das Risiko für Demenz oder rapide kognitive Verschlechterung (wie Gedächtnis und Konzentration) erhöht (1).

Viele Menschen leiden ab 60 an leichter kognitiven Beeinträchtigung (MCI: mild cognitive impairment), die sich oft mit einer nachlassenden Gedächtnisleistung zeigt, während die Alltagsfähigkeiten noch gut erhalten sind. MCI wird häufig als beginnende Demenz interpretiert bzw. befürchtet. Eine aktuelle Studie aus Skandinavien untersuchte, wie häufig eine MCI im Verlauf der Zeit zu einem Demenz fortschreitet.

Die einflussreiche US-Gesundheitsbehörde US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat eine neue Leitlinie zum Depression-Screening bei Erwachsenen veröffentlicht (1).

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