Patienten mit Colitis ulcerosa (CU) haben ein erhöhtes Risiko für Rektalkarzinom. Deshalb wird nach subtotaler Kolektomie in der Regel die ileoanale Pouchanlage (IPAA, ileal pouch anal anastomosis) der Ileorektal-Anastomose (IRA) vorgezogen. Ebenso wird Patienten mit endständigem Ileostoma und ausgeschaltetem Rektum (Hartmannstumpf) die komplettierende Proktektomie empfohlen, auch wenn dies immer wieder in Frage gestellt wird, weil eine antiinflammatorische Behandlung das Krebsrisiko senken könnte. Deshalb betrachtet die vorliegende Nationalkohortenstudie aus Schweden das Risiko für Rektalkarzinom bei CU-Patienten mit Rekonstruktion mittels IRA, IPAA oder Hartmannstumpf nach subtotaler Kolektomie.

Aktuelle Studie in „Journal of Pediatrics": Es gibt wenige Daten über den natürlichen Verlauf von Reizdarm-Syndrom (Colon Irritabile) bei Kindern. Eine aktuelle Studie in 2Journal of Pediatrics" ging dieser Frage nach.

Die endoskopische Mucosaresektion (EMR) gilt als Primärtherapie großer breitbasiger Kolonläsionen. Dabei sind Adenom-Resterkrankung und -Rezidiv die wesentlichen Limitationen. Die Studie untersucht deshalb eine verlässliche Methode zur Risikostratifizierung.

Aktuelle Studie in "Gut": Die Autoren verfolgten den Verlauf von 8929 Patienten mit Barrett-Ösophagus für insgesamt ca. 5 Jahre, und verglichen das Krebs- und Mortalität-Risiko der Barrett-Ösophagus-Patienten mit der Allgemeinbevölkerung. Die Ergebnisse:

Vonoprazan ist ein neuer kaliumkompetitiver Säuresekretionshemmer (2). Eine aktuelle randomisierte Studie (1) aus Japan verglich Vonoprazan zur Therapie von Magen- und Duodenal-Geschwür mit dem PPI Lansoprazol.

Frühere Studien haben gezeigt, dass Ciclosporin und Infliximab als Zweitlinientherapie bei Patienten mit akuter schwerer Colitis Ulcerosa, die auf iv-Glukokortikoide nicht ansprechen, zur Kurzzeittherapie ähnlich wirksam sind. Eine aktuelle Studie in "Gut" untersuchte den Langzeit-Outcome unter beiden Medikamenten.

Endoskopische submukosale Dissektion (ESD) wird vor allem bei Früh-Neoplasien im Magen- und Dickdarm-Bereich immer häufiger durchgeführt. Bei einer kolorektalen ESD kann es unter anderem zu einem Elektrokoagulation-Syndrom kommen (das sogenannte Post-ESD electrocoagulation syndrome PEECS).

Aktuelle Meta-Analyse in "'Clinical Gastroenterology and Hepatology': Die Autoren werteten die Daten von 14 Kohortenstudien mit 671 Colitis Ulcerosa Patienten aus, bei denen eine Low-Grade-Dysplasie während der Koloskopie-Untersuchung festgestellt wurde.us.

Multi-target-DNA-Stuhltest ist ein neuer Stuhltest, welcher neben okkultem Blut auch darmkrebstypische DNA-Veränderungen im Stuhl diagnostizieren kann. Eine aktuelle Studie in "Gastrointestinal Endoscopy" (1) untersuchte die Auswirkungen eines Multi-target-DNA-Stuhltests Cologuard (MT-sDNA) auf die -Koloskopie-Qualität, -Ausbeute und -Dauer bei Darmkrebs-Früherkennung.

Die Entwicklung neuer direkt-wirksamen antiviralen Medikamente haben die Therapie bei Patienten mit chronischer Hepatitis-C (HCV) mit viralen Eradikationsraten > 90% dramatisch geändert. Um die wahre Therapiewirksamkeit zu evaluieren wäre es wichtig bei Patienten, die sich nach Hepatitis-C-Therapie erneut infizieren, Rezidive von Re-Infektionen zu unterscheiden.

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