Bekanntlich werden viele Patienten, vor allem die mit Brustschmerzen, in der Notaufnahme per Monitor überwacht, meist aus Sicherheitsgründen. Gleichzeitig bindet diese Vorgehensweise viele Ressourcen und blockiert somit auch den Zugang der Patienten, die ein Monitoring dringender brauchen.

Vorhofflimmern ist mit Abstand die häufigste Herzrhythmusstörung und kann bekanntlich durch Thrombenbildung im linken Vorhofohr Schlaganfälle verursachen. Üblicherweise werden die Risiko-Patienten oral antikoaguliert mit Marcumar oder auch mit NOAK. Die Antikoagulation ist jedoch mit Blutungsrisiken verbunden. Inzwischen gibt es mechanische Verschlusssysteme des Vorhofohrs, wo sich oft die Thromben bilden. Die Verschlusssysteme verschließen den linken   Vorhofohr dauerhaft und machen somit eine Antikoagulation unnötig. WATCHMAN™ Vorhofohr-Verschlusssystem wird in den USA aber auch in Deutschland bei indizierten Patienten eingesetzt.

Frühere Daten zeigen, dass ACE-Hemmer möglicherweise bei Patienten, die sich einer nicht-kardialen Operation unterziehen, während der Operation den Blutdruck unerwünscht stark senken können. Eine aktuelle Studie in "Anesthesiology" ging dieser Frage nach.

Aktuelle Studie mit 12?221 Patienten in den USA, die zwischen Januar und November 2013 in den USA eine minimal-invasive Implantation einer Aortenklappen-Implantation mittels Herzkatheter (TAVR: transcatheter aortic-valve replacement) erhalten hatten.

Die amerikanischen Fachgesellschaften haben unter der Federführung der American College of Cardiology (ACC) eine neue Leitlinie zur richtigen Anwendung der richtigen Methode der Koronarrevaskulation (PCI, Lyse oder Bypass) bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom (AKS) publiziert.

Eine aktuelle Studie verglich zur Diagnose bzw. zum Ausschluss eines akuten Myokardinfarkts die bekannten Risiko-Scores HEART, TIMI, GRACE, und EDACS mit der ärztlichen klinischem Beurteilung bei 434 Patienten, die sich mit Brustschmerzen in der Notaufnahme vorstellten.

Bei Patienten mit Verdacht auf Lungenembolie kann eine schnelle Risiko-Abschätzung die Durchführung unnötiger CT-Angiographie vermeiden. Eine aktuelle Studie untersuchte die Aussagekraft von einfachen Venen- und Lungen-Sonographie am Bett in Verbindung mit der klinischen Wells-Score.

Im Oktober 2016 hatten wir eine Studie (2) über Hirnblutungen als Ursache vom plötzlichen Herzstillstand vorgestellt. Aktuelle Januar 2017 ist eine weitere Studie in „Resuscitation" erschienen, in der eine CCT bei Patienten nach Out-of-Hospital-Herzstillstand durchgeführt und ausgewertet wurde, ob CCT bei diesen Patienten die Diagnose und Therapie-Management verbessert.

Die international führenden Fachgesellschaften haben 2016 die Definition von Sepsis überarbeitet. Anstelle der bisher bekannten SIRS-Kriterien wird der neue Score Quick-Sofa (qSOFA) bzw. SOFA-Score verwendet werden, die das Organversagen in Mittelpunkt stellen (4). Anders gesagt aus SIRS soll qSOFA werden. qSOFA ist die wesentlich vereinfachte Form von SOFA-Score (3), und erfordert für die erste Abschätzung keine Labortests. Die neuen Empfehlungen werden seitdem kontrovers diskutiert, vor allem werden neue Streitigkeiten mit dem MDK-Dienst der Krankenkassen bezüglich der Sepsis-Diagnose-Interpretation erwartet. Eine aktuelle Studie in "CHEST" verglich beider Scores bei Notfall-Patienten mit Infektionen.

Leitlinien empfehlen die Verschiebung einer geplanten Operation für mindestens 6 Monate bei Patienten, die einen medikament-freisetzenden (DES)-Koronar-Stent erhalten haben. Eine aktuelle dänische Studie in "American College of Cardiology" (1) untersuchte, ob diese Verzögerung tatsächlich notwendig ist.

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