Die optimale Therapie der Patienten mit degenerativem Rotatorenmanschettenruptur wird kontrovers diskutiert. Gleichzeitig wird die arthroskopische Operation zunehmend häufiger eingesetzt. Eine randomisierte Studie in „Bone & Joint Journal" verglich offene mit der arthroskopischen Operation.

In dieser Studie waren 273 Patienten mit Rotatorenmanschettenriss involviert, die entweder für offene OP oder arthroskopische Naht randomisiert wurden.

Die Nachbeobachtungszeit betrug 2 Jahre.

Die Besserung des OSS-Scores (Oxford Shoulder Score) über Schulterbeweglichkeit war in beiden Gruppen ähnlich. Die Rezidivrate mit erneuten Rotatorenmanschettenrissen war in beiden Gruppen ebenfalls vergleichbar (46.4% Arthroskopie, 38.6% offene Operation).

Fazit: Beide Verfahren, offene Operation und arthroskopische Naht des Rotatorenmanschettenrupturs sind ähnlich effektiv, es gibt keine signifikante Unterschiede.

Die Rezidivrate war in beiden Gruppen hoch. Grösse der Risse und Alter der Patienten beeinflussten den Outcome insgesamt negativ.

Medknowledge-Anmerkung: Wenn es keine große Unterschiede zwischen beiden Verfahren gibt, dann wäre die weniger invasive Arhtroskopie möglicherweise die bessere Wahl.

Carr et al: Effectiveness of open and arthroscopic rotator cuff repair (UKUFF). a randomised controlled trial. Bone & Joint Journal, Jan. 2017

 

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