Frei#  Ein kurzer Fragebogen kann der GERD-Patienten mit Schlafstörungen identifizieren, die möglicherweise von einer Optimierung der Therapie profitieren würden.

Schlafstörung ist ein häufiges Problem bei Patienten mit Sodbrennen (Refluxösophagitis, GERD). Bisher wurde jedoch der Schlafstörung der Patienten, die bereits wegen GERD therapiert werden, zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Eine aktuelle Studie (1) ging der Frage nach, ob Patienten mit Schlafstörungen von einer Optimierung der GERD-Therapie profitieren würden.

Insgesamt 1388 Refluxkrankheit-Patienten in der Grundversorgung in Kanada führten im Rahmen der Studie den „Acid Suppression Symptom test" (PASS-Test). Einer der erfragten Punkte betraf Schlafstörungen. 835 Patienten gaben Schlafstörungen an. 534 Patienten wurden von ihrer derzeitigen Antireflux-Therapie auf 20mg oder 40mg Esomeprazol (Interventionsgruppe) randomisiert. Die restlichen 291 Patienten erhielten ihre ursprüngliche Therapie weiter (Kontrollgruppe).

Nach 4 Wochen berichteten 22.5% der Patienten in der Interventiongruppe und 55% in der Kontrollgruppe weiterhin über Schlafstörungen. Die Parameter für Lebensqualität und Reflux-Symptome hatten sich ebenfalls in der Interventionsgruppe verglichen mit der Kontrollgruppe gebessert.

Fazit: Gastroenterologen, aber auch die Hausärzte sollten ihre Patienten nicht nur nach direkten Reflux-Symptomen, sondern auch nach Schlafstörungen fragen, die ebenfalls durch die Refluxösophagitis bedingt sein kann. Eine Anpassung der säurehemmenden Therapie kann die Schlafstörungen lindern, und die Lebensqualität der Patienten signifikant verbessern.

  1. Moayyedi P et al. The impact of intensifying acid suppression on sleep disturbance related to gastro-oesophageal reflux disease in primary care. Aliment Pharmacol Ther 2013 Apr; 37:730.
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