Frei#  Protonenpumperhemmer (PPI) werden extrem häufig eingesetzt. Die PPIs galten als als wirksame und sichere Medikamente. In den letzten Jahren sind jedoch mehrere Berichte (2) publiziert, die zeigten, dass PPIs wichtige Nebenwirkungen wie Begünstigung von Clostridien-Infektionen oder auch Osteoporose haben können. Jetzt ist eine weitere Studie (1) in der Fachzeitschrift JAMA zum Thema Vitamin-B-Mangel unter Säureblocker (PPI,H2-Antagonisten) erschienen.

Die Fall-Kontroll-Studie zeigte, dass zweijährige Einnahme von PPIs (OR1.65) oder H2-Antagonisten (OR 1,25) zu einem signifikanten Vitamin-B12-Mangel führten. Dieser Zusammenhang war bei Patienten mit PPI-Tabletten-Einnahme > 1.5/d besonders hoch (OR 1.95).

Fazit: Frühere oder aktuelle Einnahme der Säureblocker war mit einem signifikant erhöhten Risiko für Vitamin-B12-Mangel assoziiert.

Medknowledge-Anmerkungen: Vitamin-B12-Mangel kann eine breite Palette an klinischen Symptomen (von Gangstörungen bis Anämie) verursachen. In Deutschland werden inzwischen fast nur Protonenpumpenhemmer (vor allem Omeprazol, Pantoprazol und Esomeprazol) verschrieben., und weniger H2-Antagonisten (wie Zantic).

1-Jameson R. Lam et al: Proton Pump Inhibitor and Histamine 2 Receptor Antagonist Use and Vitamin B12 Deficiency. JAMA. 2013;310(22):2435-2442.doi:10.1001/jama.2013.280490

2- Überblick - Protonenpumpenhemmer (PPI): Kritische Studien zur PPI-Indikationen

 

 

 

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