Frei#  Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium, die brusterhaltend (Lumpektomie) operiert werden, erhalten standardmäßig anschließend eine externe Bestrahlung, die postoperativ in mehreren Sitzungen durchgeführt wird. Zwei aktuelle Studien (1,2; TARGIT und ELIOT) verglichen die postoperative Strahlentherapie mit der intraoperativen einmaligen Strahlentherapie bei Brustkrebs im Frühstadium.

Patientinnen, die eine brusterhaltende Operation (Lumpektomie) unterzogen wurden, wurden entweder für intraoperative einmalige oder postoperative mehrmalige Bestrahlungsmethode randomisiert.

Die Ergebnisse zeigten, dass die intraoperative einmalige Bestrahlung der Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium mit einer geringgradig höheren Lokalrezidiv-Rate für Brustkrebs assoziiert war. Das Gesamt-Überleben war unter beiden Methoden jedoch vergleichbar.

Fazit: Die Autoren betonen, dass eine bessere Selektion der Patientinnen möglicherweise die Rate der Lokalredizive unter intraoperativer Radiotherapie reduzieren könnte. Somit wäre die intraoperative einmalige Bestrahlung eine interessante Option für sorgfältig ausgewählte Patientinnen, die vergleichsweise belastende postoperative Radiotherapie mit mehreren Sitzungen sich ersparen wollen.

1-Prof Jayant S Vaidya et al: Risk-adapted targeted intraoperative radiotherapy versus whole-breast radiotherapy for breast cancer: 5-year results for local control and overall survival from the TARGIT-A randomised trial. The Lancet, Early Online Publication, 11 November 2013 doi:10.1016/S0140-6736(13)61950-9

2-Prof Umberto Veronesi et al: Intraoperative radiotherapy versus external radiotherapy for early breast cancer (ELIOT): a randomised controlled equivalence trial. The Lancet Oncology, Early Online Publication, 11 November 2013 doi:10.1016/S1470-2045(13)70497-2

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