Frei#  Bisher haben mehrere Studien (2) gezeigt, dass Fekal-Transplantation (FMT) per Koloskopie zur Therapie der Rezidiven von Clostrium-difficile-Infektion wirksam ist. Gleichzeitig besteht die Annahme, dass Patienten die FMT wegen ihrer unattraktiven Natur nicht in Betracht ziehen wollen, bzw. die Koloskopie- und Nasensonde-Methode zur Verabreichung nicht tolerieren.

Auf der Jahrestagung der Infectious Diseases Society of America 2013 in San Francisco haben Wissenschaftler aus Calgary/Kanada über 27 Patienten, die Tablet-ähnliche Fäkal-Pillen zur Rezidiv-Prophylaxe der Clostrium-difficile-Infektion (CDI) geschluckt hatten, berichtet. Die Kapseln enthielten Fäkal-Bakterien von gesunden Spendern, oft gespendet von Familien-Mitgliedern.

Die Pillen wurden aus einem Konzentrat von Fäkal-Bakterien hergestellt, die anschliessend auf einer Gelatinekapsel verpackt wurden.

Die Erfolgsrate sei 100% gewesen, keiner der 27 Patienten hätten einen CDI-Rezidiv erlitten.

Medknowledge-Anmerkung: Die Erfolgsrate von 100% ist ja nicht zu überbieten, über die tatsächliche Erfolgsrate der Fäkalpillen wird man aber erst was sagen können, wenn randomisierte Studien durchgeführt werden, die die Pillen-Methode mit der Koloskopie-Methode vergleichen.

1- Fecal transplant pill knocks out recurrent C. diff infection, study shows

2-Fekal-Transplantation via Koloskopie bei rekurrierender Clostrium-difficile-Infektion, 2012

3-Die Einstellungen von Patienten gegenüber dem Gebrauch von Stuhltransplantationen bei der Behandlung von rezidivierenden Clostridium difficile Infektionen, 12.02.2013

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